Deutsche, deutschsprachige und koproduzierte Spielfilme

JUGEND UND TOLLHEIT (JUGEND UND TOLLHEIT/UNGDOM OG DAARSKAP) D/DÄNEMARK Regie: Urban Gad, Buch: Urban Gad Jesta Müller (Asta Nielsen) stellt in Männerkleidern einem Mann nach, der aus gesellschaftlichen Gründen eine andere heiraten soll als sie selbst.

Polull, verschollen verzog nach Kbg. Die beiden Hauptangeklagten wurden zu je fünf Monaten Gefängnis verurteilt, die übrigen zu Geldstrafen von je 20 bis Mark. Es fehlt an Nachwuchs und der Bedarf an Facharbeitern ist hoch. Seichte und anspruchslose Fernsehunterhaltung des NDR.

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Wippingen Online - Dorf mit Tradition seid - Informationen über das Dorf mit Veranstaltungskalender und aktuellen Informationen.

Meine Mutter und wir drei Kinder. Mein Vater musste zu Hause bleiben. Wir lebten damals in Königsberg in der Nähe des Hauptbahnhofes. Wir mussten also packen. Alles was man für einen Vierpersonen- haushalt braucht. Wir wussten ja nicht, was da auf uns zukommt. Wir packten Federbetten, Hausrat und Garderobe ein. Er war Frühling und eines Tages stand ein Lastwagen vor der Tür. Wir fuhren ins Samland nach Pobethen.

Wir waren sehr aufgeregt und hatten auch Angst. Wie würde man uns aufnehmen. Aber wir Kinder freuten uns auch auf etwas neues und kletterten zum Entsetzen meiner Mutter hinten auf den Lkw zum Hausrat.

Wir kamen also in Pobethen an. Es war ein zauberhaftes Dorf — ein verwunschenes Dorf. Aber war für ein Blick tat sich auf. Es war traumhaft schön. Ich blickte über hügelige Wiesen und Äcker und auch ganz nah der Wald.

Pobethen war in jeder Zeit schön. Im Frühling wenn auf den Wiesen die Vergissmeinnicht blühten, die Schlüsselblumen, die Maiglöckchen oder das Wiesenschaumkraut und all die Wiesenblumen. Was für ein Paradies für uns Kinder. Es gab nur noch ein paar alte Mauern aber wir Kinder spielten hier Völkerball, Treibball und die Dorfjugend traf sich hier. Es gab rund um den Schlossplatz viele alte Bäume in denen wir herumklettern konnten.

Aber wir konnten auch im Mühlenteich baden. Wir streiften mit den anderen Kindern durchs Dorf. Wir hatten schnell Freundschaften geschlossen. Dann im Winter — Schlittschuh laufen, Schlitten fahren, Schneeballschlachten. Ein Stückchen Kinderzeit trotz des Krieges, von fröhlichem Erleben und sich auf den nächsten Tag freuen. Am Abend bei Laternenschein noch einmal Bommelschlitten gefahren und am nächsten Morgen stand der Pferdeschlitten vor der Tür und es ging zum Bahnhof nach Watzum und von dort nach Königsberg zurück.

Das Paradies war von kurzer Dauer. Es wurde uns weggenommen. Die Freunde, die wir gefunden hatten, es war alles verloren, ohne Abschied, ohne Hoffnung auf ein Wiedersehen. Lerch Auch heute im Mai ist die Erinnerung noch so stark wie vor ein paar Jahren, als ich diese Erinnerungen niederschrieb Pobethen — eine Heimat, die man nie vergisst Erwin Supplieth Graues Gemäuer, zerbröckelnd. Nistplätze für Mauersegler und Spatzen. Trauriger Überrest der Ordensburg Pobethen.

Fast wäre auch dieser Rest verschwunden, wenn nicht die Regierung der Zerstörungswut Einhalt geboten hätte. Es war ja so einfach, sich Baumaterial kostenlos zu beschaffen. Im ehemaligen Burghof spielten wir als Kinder und feierten unsere Schulfeste. Wo einst geharnischte Ritter ihres Weges schritten oder sich im Zweikampf übten, ertönte jetzt befreiendes Kinderlachen.

Aber die alte Mauer im Hintergrund mahnte an vergangene Zeiten. Ein paar Tannen verdeckten sie fast ganz und dahinter standen wilde Birnbäume. Doch es hatte sich nichts geändert. Wie sollte es auch. Aber für uns gab es nur eine See, das war die Ostsee, deren jenseitiges Ufer man nicht erblicken konnte.

Deshalb nannten wir alles andere Teich. Unser Mühlenteich hatte seine zwei Jahreszeiten. Dann konnten wir Kinder uns auf der spiegelglatten Eisbahn vom Wind auf den Schlittschuhen treiben lassen. Vaters alte Jacke gab als Windsegel die vollkommene Geschwindigkeit. Nicht selten sausten wir dabei im Tempo eines Auto dahin. Meistens wurde die Sache am jenseitigen Ufer recht riskant. Wie sollten wir die Geschwindigkeit abbremsen.

Oft genug mussten wir uns auf den Hosenboden setzen. Beim Aufprall am Rande des Eises gab es dann blaue Flecken. Im Frühling öffnete der Müller das Wehr. Darum sorgten wir Kinder uns allerdings nicht. Wir waren froh darüber, dass wir an jedem Ufer einen Badeplatz hatten. Mitten im Dorf stand die alte Ordenskirche, die mit ihrem Turm die stattliche Höhe von 35 m erreichte. Dieser Kirchturm zeigte sich immer zuerst, wenn man dem Dorfe zustrebte.

Zunächst ging es ziemlich steil berab zwischen zwei Höhenzügen. Links oben auf der Bergkuppe lag das Gut Kösnicken, das durch seinen Trompeter bekannt wurde. Wahrheit und Sage vermengten sich hierbei zu einer fast unglaub- lichen Geschichte.

Nach einigen Ecken tauchte dann der Kirchturm auf. Das Dorf blieb aber noch lange verborgen. Erst an der Schneidemühle zeigten sich die ersten Häuser, die dann wieder vom Schlangenberg verdeckt wurden. Gegenüber der Schneidemühle begleitete ein kleines Wäldchen den Weg. Es wurde von allen Leuten Klein Hufen genannt. Diese kleine Höhe ist mir tief im Gedächtnis haften geblieben.

Unten am Bach, den sie überquerte, bleichten die Hausfrauen ihre Wäsche. Im Wasser wateten wir Kinder auf und ab und versuchten Fische zu fangen.

Doch sie waren immer flinker als wir. Manches mal durften wir auch dort Gänse hüten. Der Ort war Einkaufszentrum für die ganze Umgebung. Was in unserer Zeit an vielen Stellen zu Zank und Zwietracht führt, war dort natürlich gewachsen.

Kam das Kopfsteinpflaster, war ein Schild für die Geschwindigkeitsbegrenzung gänzlich überflüssig. In den hellen Sommernächsten fand sich die Jugend zusammen, um zu singen und zu musizieren.

Das geschah manchmal auf den Holzbänken oder auf einem Holzplatz, der immer genug Sitzmöglichkeiten bot. Nicht selten ging es auch mit Gesang zum dorf hinaus, der von den Bergen als vielfältiges Echo widerhallte. Während meiner Kndheit ging ich oft meine eigenen Wege. Nicht etwa, weil ich ein Einzelgänger war, sondern ich wollte alles, was ich sah und um mich geschah, intensiver aufnehmen, den Dingen nachspüren. Manchmal schlenderte ich die Trift entlang. Oder ich stieg den Kanonenberg hinauf.

Noch schöner fand ich das Paradies, ein Waldstück, das kaum etwas von seiner Ursprünglichkeit verloren hatte. Oft dachte ich dabei an das wahre Paradies, wie es die Bibel beschreibt. Aber so konnte es wohl nicht gewesen sein, denn es fehlten die verlockenden Apfelbäume. Wo es ein Paradies gab, musste natürlich auch eine Hölle sein. Daneben ragte der Hahnchenberg empor, ein unberührtes Stück Natur. Am liebsten schlich ich im Sommer den Richtweg nach Gardwingen entlang. Dieser schmale Weg führte durch ein Kornfeld, dessen Halme mich weit überragten.

Ich dachte wohl an die Rogenmuhme, die mir vielleicht Glück bringen konnte, weil ich niemals auf verbotenen Wegen durch die Kornfelder eilte. Die zartblauen Sterne der Kornblume leuchteten am Richtweg, und hie und da erblickte ich auch die violette Kornrade.

Für den Landwirt war das zwar nur Unkraut, aber ich sah in ihnen das herrliche Werk des Schöpfers der Natur. Tausend und mehr Dinge könnte ich noch von der Heimat schreiben, von den vielen Freunden, von frohen Tagen. Aber alles ist vorbei. Im Herzen schwebt es wie ein Traum, den man nie zu Ende träumt.

Im Jahre sah ich die Heimat zum letzten mal. Das bedeutet Heimweh, aber wer fragt schon danach? Meinen Vater dagegen zog es als Schuhmacher-meister nach Berlin. Er heiratete dort, gründete in Zehdenick bei Berlin ein Schuhgeschäft, und ich wurde am Für mich begann das letzte Schuljahr — was zugleich mein schönstes war — in Pobethen.

Doch dann kam der Krieg. Was würde der Kriegsausbruch bringen? Aber bald wurde es trauriger, dem Krieg fielen auch die ersten Pobether Soldaten zum Opfer. Die Front rückte näher und näher. Wir mussten — wie alle anderen auch- alles zurücklassen und konnten nur mitnehmen, was wir tragen konnten.

Von dort siedelten wir zurück nach Zehdenick, meinem Geburtsort und gleichzeitig wieder meine neue Heimat. Verwandte, Freunde und Nachbarn von damals haben schon für immer Abschied genommen. Ein kleiner Kreis Ehemaliger hält aber noch zusammen und telefoniert ständig miteinander, denn die Besuchswege werden auch für uns immer beschwerlicher. In der DDR war ja das Vertriebenthema so gut wie nicht erwünscht.

Nur durch einige Hintertürchen erfuhr man etwas. Die Eintragungen über meine Familie stimmen in der Liste fast überein. Juli die Stammbücher auszufertigen. Gegenüber im Haus Wittke wohnte die alte Frau Mannek, die so wunderbare Teppiche und Läufer knüpfte; sie wurde nach dem Einmarsch erschlagen nebenan im Schuppen der Schmiede Umlauf aufgefunden und auf dem Friedhof begraben. Ich war ein Einzelgänger und habe ab Sommer , als der Schulbetrieb fast zum Erliegen kam, die Gegend im Samland erkundet.

Der Räumungsbefehl für Pobethen kam viel zu spät. Auf unserer nächtlichen Flucht am Viele hatten sich früher abgesetzt. Wir hatten Glück und durften in der Kaserne bleiben, später fanden dort Quartier ein Quartier in einem verlassenen Gehöft. Ob Pobethen am Ich zählte einmal feindliche Flugzeuge am Hafen.

Eines Tages, wie immer, waren Oma und ich aus Richtung Bahnhof kommend so gegen An verschiedenen Stelen hörte man schon die Einschläge krachen.

Oma fluchte schrecklich und schrie nur noch: Einige Geschosse jaulten über unsere Köpfe hinweg. Der Spuk war vorbei. Uns beiden sowie vielen Passanten war nichts passiert. Ich hatte mein Brot gerettet. Oma hatte aber keine Milch mehr in der Kanne. Kam ein kleines Schiff der Kriegsmarine, ging es turbulent her. Trotz alledem war eine gewisse Ordnung im Gedränge zu erkennen. Es musste ja auch immer schnell vorangehen. Ab und an sah man ertrunkene Flüchtlinge am Strand liegen, welche die See freigegeben hatte.

Manche trugen noch die Rucksäcke geschultert. Sie wurden bestattet, Massengräber waren die Tagesordnung. So erging es auch dem Nachbarn Arendt, wie mir der Sohn Willy erzählte.

Auf Minen gelaufen oder durch Flugzeuge abgeschossen! Meine Schwester Ursel erkrankte schwer und unter diesen Umständen wollten wir nicht über See flüchten — Oma war das alles zu riskant.

Später kamen auch keine Schiffe mehr. Neukuhren wurde im April ohne Gegenwehr fast friedlich durch die Sowjet-Armee eingenommen. Über die dann später einsetzenden Plünderungen möchte ich nicht eingehen. Die Bescheinigung des Kommandanten bewirkte bei Kontrollen Wunder.

Wohlweislich trug er seine Unterschrift in unser Familienstammbuch auf der letzten Seite ein Anlage! In Pobethen angekommen nahm uns ein russischer Offizier als erster Plünderer den Handwagen samt Inhalt weg und übergab diesen einer Frau, die den Handwagen haben wollte.

Dort hatten sich schon einige Pobether eingefunden. Sie hatte sich als alte Frau verkleidet, um sich vor russischen Soldaten zu schützen. Sie wirkte besonders unruhig. Die Frauen waren besonders dieser Soldateska ausgesetzt. Im Haus der Familie Möhrke 35 war vorerst unsere Bleibe. Unter anderem wohnten da auch die Familien Philipp und Krüger.

Wir mussten die Wohnung erst von Pferdemist säubern. Am Tage kundschafteten die Russen aus, ob bei den Deutschen noch was zu holen ist — nachts begannen die Raubzüge. Dieses ist mir in Erinnerung geblieben, da ich im Trümmerfeld versuchte, den Keller zu erreichen, um vielleicht etwas Essbares zu finden, was mir aber nicht gelang. In Kalaushöfen begab ich mich im mai auf Nahrungssuche. Rechts des Feldweges lagen viele gefallene deutsche Soldaten, grässlich durch die Furie des Krieges zugerichtet.

Angst hatte ich nicht. Keiner hat sich um die toten Soldaten gekümmert. Nach Kalaushöfen trauten sich nicht einmal die streunenden Hunde, falls sie selbst nicht schon aufgegessen waren. Später wurden wir von der Verwaltung nach Parnehnen Kreis Wehlau verschleppt.

Mutters wunderbare Glasvitrine, die sie als Hochzeitsgeschenk von dem alten Herrn Genserowski bekam, habe ich verpackt in einer Holzkiste via Moskau gesehen. Später kam dann die Erleuchtung. Herr Genserowski ist später auf einem Bahnsteig tot umgefallen, als er jemand helfen wollte — Herzschlag!

Bei meiner Reise in die Heimat sah ich jetzt eine der hässlichsten Kirchen; Meine Blicke streiften über die Stellen, wo man die Erschlagenen und Verhungerten verscharrt hatte. Lukoschus Mein Vater war inzwischen als praktischer Arzt tätig und ab März wohnten wir in Pobethen, Schlossstrasse Die Miete kostete 40 RM im Monat.

Es handelte sich um eine Wohnung im Gemeindehaus, dessen Baustil man heute noch hier und da sehen kann. Vor dem Haus befand sich ein kleiner Garten mit niedrigem grünen Lattenzaun. Hier wurde auch das abgestellt, was nicht unbedingt in der Wohnung stehen musste.

Wie zum Beispiel mein Roller, mein Dreirad und der kleine Handwagen. Das Gemeindehaus und die Stallungen verliefen parallel; damit entstand der Eindruck einer Geschlossenheit. Hier spielten wir Kinder bei gutem Wetter. Eine Teppichklopfstange war gut zum Klettern.

Von dort aus gingen drei Stufen abwärts auf den Hof. Und hier erlebte ich die erste Ungerechtigkeit in meiner Kindheit, die ich bis heute nicht vergessen habe. Es war im Sommer Er rief mich und wir beide verfolgten wie das Tier sich fortbewegte. Nach geraumer Zeit verloren wir die Neugierde am Geschehen und der Nachbarsjunge wollte die Spinne platt machen.

Er holte mit der kleinen Kohlenschaufel aus, die er vorher im Buddelkasten noch zum Spielen verwendet hatte. Dabei klopfte er mir mit der Schippe vor die Stirn.

Vor Schreck fing ich an laut zu schreien. Darauf erschien mein Vater. Ich zeigte auf die Kohlenschaufel und auf meine Stirn. Hatte er nun in so kurzer Zeit die Situation erfasst oder war es ein Reflex. Er nahm dem Jungen die Schaufel und warf sie im hohen Bogen über die Stallungen weg. Warum hatte er den Jungen so behandelt? Im Grunde genommen waren wir beide kleine Tollpatsche. Ich hätte ja auch nicht so schreien gemusst. Das tut mir heute noch leid. Dieser Platz wurde durch eine mannshohe und teilweise zerfallenen Felssteinmauer umringt.

Die Böschung war mit Bäumen und Sträuchern bewachsen. Das war der ehemalige Standort eines Schlosses, welches nach dem Baueraufstand durch den einrückenden Hauptmann Hans Gericke zerstört wurde. Er übte Vergeltung an dem Bruder des Bischofs Polentz, der sich den Bauern gegenüber besonders hart gezeigt hatte. Was mir besonders an der Bäckerei gefiel, war der Speiseeisverkauf. Es war wohl einfaches Wassereis mit Vanillegeschmack. Doch es schmeckte prima. Als wir im Februar fluchtartig Pobethen verlassen mussten, blieben u.

Die Russen werden sicherlich freudig Besitz von ihnen ergriffen haben. An diesem Gebäudekomplex vorbei führte ein unbefestigter Weg zwischen Scheunen und Gärten hindurch direkt zum Kindergarten.

Nicht vergessen werde ich den Abend, an dem wir in diesem Wegebereich Weintrauben unerlaubterweise pflücken gingen. Die reifen Weintrauben hatten wir schon am Tage ausgemacht. Unheimliche Stille um uns herum. In der Ferne kläffte ein Hund. Der Himmel war dunkelblau bis schwarz. Wir waren gerade einmal fünf bis sechs Jahre alt.

Bange hatten wir keine. Wir stiegen in die Weinranken und ernteten unbehelligt reichlich reife Weintrauben. Aber noch einmal zurück in den Sommer vierundvierzig. Es war warm und am Gewässer herrsche in der Nachmittagszeit ein klein wenig Badebetrieb. In der Mehrzahl badeten Jugendliche. Es war kein ausgesprochener Badestrand, sondern eine Wiese mit von den Kühen kurzgefressenem Gras.

Sie endete am Wasser. Es gab wohl ein oder zwei Bootsanlegestege; aber ansonsten keine weiteren Badeeinrichtungen oder gar einen Sprungturm. Die anwesenden Jungen und Mädchen waren ungefähr im Alter von vierzehn, fünfzehn oder sechzehn Jahren.

Sie alberten herum und waren ganz mit sich beschäftigt. Mal rein ins Wasser und dann wieder raus. Sie aalten sich in der Sonne und spielten Greifen. Als der Nachmittag dem Ende entgegen ging, legte sich ein Mädchen rücklings auf eine Decke.

Ein Junge legte sich erst daneben. Dann dauerte es auch nicht mehr lange und er legte sich auf sie. Dann zogen sie eine zweite Decke über sich. Die darum Sitzenden amüsierten sich kichernd. Anfangs wusste ich nicht was dann geschah. Der auf dem Mädchen liegende Junge begann seinen Po rhythmisch nach oben und unten zu bewegen. Jetzt kam Leben in die Gruppe. Das gefiel wohl allen. Sie standen um das Paar herum und geiferten. Zu der Zeit wusste ich nicht was da passiert. Erst viel später ging mir ein Licht auf.

Mein Vater nahm mich oft im Auto zu Patientenbesuchen mit. Der Weg führte uns auf einen Hof innerhalb der Ortschaft. Mein Vater konnte nichts machen. Offensichtlich hatte der Mann mit einer Kreissäge ohne Splitterschutz Holz geschnitten. Dabei hatte ein Holzsplitter seinen Hals zwischen Halsschlagader und Speiseröhre durchbohrt. Ansonsten konnte der Mann ganz normal reagieren; ja er konnte Gehen, Sitzen und sich bewegen.

Mein Vater beschloss ihn in die Klinik in Königsberg zu fahren. In der Nähe unseres Hause durfte ich aussteigen. Sie fuhren allein weiter. Ich kann den Anblick bis heute nicht vergessen. Als wir auf dem Dorf ankamen, es hatte inzwischen die Dämmerung eingesetzt, wurden wir zu einer Heumiete geführt.

Daneben lag ein polnischer Schnitter. Aus der Schilderung des Vorarbeiters erfuhr mein Vater, dass die Heumiete fertiggestellt war und man die Arbeiten beenden wollte.

Der Verletzte sei dann wie üblich an der Seite der Miete herunter gerutscht. Jemand hatte aus Versehen, oder auch nicht, eine Heugabel aufrecht an die Heumiete gestellt. Mein Vater sah sich die Verletzung an. Im Genitalbereich nur Blut. Und es wollte nicht aufhören. Durch eine Gabelzinke hatte er sich den Penis von hinten nach vorne aufgeschlitzt. Nach einer Notversorgung wurde der Mann in die Klinik gebracht. Eines Nachts weckte mich mein Vater und nahm mich mit an das bereits geöffnete Wohnzimmerfenster.

Der Himmel war tiefschwarz und wurde durch sehr starke Lichtstahlen kreuzweise durchpflügt. Von einem etwas weiter abgelegenem Hügel stiegen bunte Punkte in den Himmel. Die gleichen Punkte, rote und grüne konnte wir auch waagerecht in der Luft beobachten.

In weiter Ferne war der Himmel hellrot gefärbt und wir vernahmen ein dumpfes Grolle. Da, da hatten die Scheinwerfer ein Bombenflugzeug erwischt.

Von unten und von rechts oben schossen die farbigen Punkte in diese Richtung. Es entwickelte sich eine Rauchfahne und das Flugzeug kam immer tiefer. Geradewegs auf uns zu. Mit einem tiefen Brummen zog es über unser Haus hinweg und schlug auf der entgegengesetzten Seite des Mühlenteiches auf dem Feld ein.

Wir Kinder sind am nächsten Morgen natürlich dort hingelaufen. Die Maschine war zwar zerstört, aber nicht ausgebrannt. Überall lagen verstreut Rollen Stanniolpapier herum und wir sammelte so viele wie wir tragen konnten. Wofür wussten wir eigentlich nicht so genau.

Aber es war interessant. Der Herbst hatte Einzug gehalten. Nass, kalt und stürmisch. Wir waren neugierig und schauten uns das Treiben aus gewisser Entfernung an. Die Scheu nahm bald ab und die Soldaten boten und Dropse an.

Sie verlangten als Gegenleistung etwas Obst oder Gemüse. Wir flitzen nach Hause und brachten es ihnen schnell. Mein Vater war Raucher. Er rauchte Zigaretten, Pfeife und Zigarren! Das war wohl ganz normal. Warum sollte ich es nicht auch einmal probieren?

Eine Zigarette und Streichhölzer hatte ich bald organisiert. Ich nahm meinen zwei Jahre jüngeren Bruder mit. Irgendwann und durch irgend wen waren mit Erdreich bedeckte Unterstände am Schlosshang errichtet worden. Kein Mensch kümmerte sich um die allseitig geschlossenen Bunker aus Baumstämmen. Eine Öffnung an einer Stirnseite diente als Zugang. An den Längsseiten innen waren einfache Bänke aus Derbstangen gezimmert worden. Der Winter hatte Einzug gehalten.

Stellenweise lag der Schnee so hoch, dass wir Steppkes nicht darüber hinweg gucken konnten. Bepackt mit Bettwäsche, Kleidungsstücke und sonstige Habseeligkeiten. Und es wurden immer mehr. Sie stellten sich auf dem Schlossplatz auf. In den Tagen darauf war es ein ständiges Kommen und Gehen. Eines Tages rutsche beim Befahren der Ackerfläche ein Pferd aus. An Ort und Stelle.

Es waren die ersten Flüchtlinge. Mitten in der Nacht wurden wir vier Kinder von unseren Eltern geweckt. Wir mussten uns bzw. Ich hatte einen Bruder und zwei Schwestern. Meine jüngste Schwester war noch keine zwei Jahre alt. Es wurden einige Kleidungsstücke und Bettwäsche in Koffern eingepackt In mehreren Taschen wurden Lebensmittel und sanitäre sowie hygienische Artikel verstaut. Es war der Auf dem nicht sehr hohen Wohnzimmerschrank stand ein in Bernstein gefasster kleiner Wecker.

Ich wollte ihn in die Hosentasche stecken. Doch meine Mutter sah dafür keine Notwendigkeit, weil wir nach ihrer Auffassung bald wieder zurückkommen werden. Im hinterem Teil des Fahrzeuges waren auf den letzten Bänken die Habseligkeiten über einander abgelegt worden. An der Kreuzung angekommen forderte einer der männlichen Insassen Stop. Der Sportverein Pobethen im Zeitraum von bis - von Willi Pohl Die Mitgliederzahl unseres Vereins dürfte damals etwa Personen betragen haben, wovon etwa aktiv am Sport in verschiedenen Sparten beteiligt waren.

Erster Vorsitzender war Lehrer Kretschmann. Die Stärke der Turnabteilung betrug ca. Besonders bei Saalveranstaltungen glänzten sie mit freien Felgen, Riesenwellen und Saltos als Abgang. Nun will ich etwas über die nächste Sparte, die Leichtathleten unseres Vereins schreiben. Es war damals üblich, dass alle Vereine, die sich in den Ortschaften gebildet hatten, ein Sommerfest durchführten.

Dazu wurden die Nachbarvereine eingeladen. Neben Ballspielen wurden Wettkämpfe in der Leichtathletik durchgeführt. Bei Sportfesten zwischen Palmnicken und Sarkau waren wir Teilnehmer und belegten oft die ersten drei Plätze. Leiter dieser Veranstaltungen war ein Herr Weinberg aus Metgethen. Meine beiden stärksten Gegner will ich noch mit Namen nennen. Nun zu den ballspielenden Abteilungen. Handball war damals in unserem Sportverein nicht so sehr gefragt. Der PSV hatte eine Handballmannschaft.

Einige Pobether Jungen gingen ja in Königsberg zur Schule und spielten in der Schulmannschaft, und so war ein gewisser Stamm gegeben. Bei den Sportfesten wurden auch Handballturniere durchgeführt. Man sprach mit Hochachtung die Namen der Spieler aus, die vor uns gewesen sind.

Einige Namen kann ich heute noch nennen, als da sind: Warum diese Mannschaft auseinander gefallen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Unter der Leitung von Herbert Grohn wurde eine neue erste Mannschaft aufgebaut. Hier einige Namen der Stammspieler in den Jahren Die beiden letztgenannten Sportfreunde kamen aus Rudau und verstärkten uns erheblich.

Wir haben wohl eine brauchbare Leistung gebracht, sind auch aufgestiegen. Spielausschussvorsitzender war Herr Ahland aus Königsberg. Auf ein Spiel möchte ich näher eingehen. Ein starker Wind fegte über den Platz.

In den Reihen des VFB war noch eine Anzhal ehemaliger Oberligaspieler, die die mehrfach in Gruppenspielen zur deutschen Meisterschaft mitgewirkt hatten. Auch hier einige Namen dieser Herren: Die erste Halbzeit unentschieden. In der pause sagten wir uns, die im Schnitt 15 Jahre älteren Herren werden nun Farbe bekennen müssen und müde werden.

Es kam nun ganz anders, als wir gewollt hatten. Die alten Herren nun gegen den Wind spielend, konnten den Ball ganz flach halten und dadurch genau zuspielen, während unsere hohen Pässe vom Winde verweht wurden und so ergab es für uns eine 7: Nun zu einer Sportart, die im PSV auch betrieben wurde: Zwar gab es keine Tischtennissparte, aber viele Mitglieder anderer Sparten spielten es.

Es wurde nun gegen die Gäste Tischtennis gespielt und bei einem Glas Bier und Sportliedern ein wenig gefeiert. Nach Königsberg und darüber hinaus wurde mit der Eisenbahn gefahren. In besonderen Fällen leisteten wir uns den Bojahr-Böhnke-Bus. Erotik und Sexualmorde stürzen Eugenie in einen tiefen Abgrund. Pioniere und Prominente des modernen Sexfilms , , S. In seiner Not hatte er auf ihn geschossen und glaubt ihn seitdem tot.

Inzwischen ist er ein erwachsener angesehener Faschist, der neben seiner Tätigkeit als Wissenschaftler für den Geheimdienst arbeitet. Marcello, der sich sehr für sie interessiert, deutet ihr Interesse an ihm zunächst falsch. Er verliebt sich in sie, aber sie möchte etwas von Giulia. Giulia kann ihm das nicht verzeihen, obwohl sie auf Annas Avancen nicht eingegangen war. Mit der Hilfe zweier Studentinnen erweckt er auch sie wieder zum Leben.

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Während ihrer Zeit als Geldverwalterin schickt sie ihre ursprüngliche Geliebte weg, weil diese den Geldgeschäften ihrer Freundin misstraut und dauernd jammert. Spitzeder ist und bleibt von Anfang bis Ende ungebrochen lesbisch, und diese innere Sicherheit korrespondiert mit ihrer Resolutheit, was die Geldgeschäfte betrifft. Eine lesbische Kommandantin Birgit Bergen befehligt dieses Braunschweiger Frauenbataillon, dessen Soldatinnen darauf brennen, sich für den Führer zu opfern.

Neben einigen Kriegshandlungen kopulieren hier mehr oder weniger alle miteinander wobei die Frauen immer nackt sind, die Männer stets in Uniform bleiben ; hinter jedem Busch und in jedem Bett liegen entweder ein Soldat und eine Soldatin oder zwei Soldatinnen. Dieses "Lotterleben" wird immer wieder von den Kommandierenden verboten, die im nächsten Moment erneut selbst in einer entsprechenden Konstellation zu sehen sind. Bis auf den Geliebten einer Soldatin, einem russischen Partisan, handelt es sich bei allen um überzeugte Nazis.

Mehrdeutige Kolportage mit willkürlicher Ironie. Dabei gibt es auch eine intime Szene zwischen ihr und Ilona Christa Free. Edward Dmytryk, Luciano Sacripanti, Buch: Der Arzt, den man wegen Luigis Verletzung gekidnappt hat, entkommt und verständigt die Polizei, während Klett die lesbische Dagmar roh vergewaltigt.

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Raymond versucht sich umzubringen, als Harlis wieder mit ihrer Geliebten ins Bett geht. Sie umarmen sich ungelenk, während der eigentliche Sexualakt wieder mal dem Mann vorbehalten bleibt.

Insgesamt ein der Entstehungszeit entsprechender Versuch, freiheitliche Beziehungen zu leben und darzustellen, der aber an den Script-Klischees scheitert. Eine Gräfin, eine Kräuterhexe und eine offenbar lesbische Nonne setzen sich zur Wehr, werden aber brutal vergewaltigt. Hubert Frank, Artur Brauner Nachdem sich das frisch vermählte Paar zurückgezogen hat, vertreibt sich die zurückbleibende Hochzeitsgesellschaft die Zeit mit eigenen auch lesbischen Sex-Geschichten.

Zibaso, Michel Gast, Vorlage: Günther Hunold Illu-Serie Orientiert an den scheinheiligen pseudo-dokumentarischen Aufklärungsfilmen der sechziger und siebziger Jahre kolportiert der Film bigott-katholische Erziehung angesichts von Begierden überforderter Schülerinnen und Lehrerinnen.

In einem oberbayrischen Kloster betäubt eine Oberstudienrätin Elisabeth Volkmann eine Schülerin, um sie dann vergewaltigen zu können. Andere Schülerinnen lassen sich von Bett- oder Zimmernachbarinnen sexuell trösten, und es folgen zahlreiche heterosexuelle Gewaltszenen, in denen die jungen Frauen von Männern vergewaltigt werden. Die verlogene Moral, die der Film vordergründig anzuklagen scheint, verfolgt er selbst und stellt zudem alles genüsslich zur Schau, was angeblich als Missstand bewertet wird.

Mehrere Perspektiven auf die vergangenen Ereignisse — alle mit Fokus auf eine sexuelle Begegnung — werden assoziiert, darunter auch eine mit einer Frau Pascale Peti. Dort zollen ihr die Bewohner nur sporadisch Aufmerksamkeit und wollen überwiegend nur Sex. Ein Paar sonnengebräunter französischer Lesben wohnt auch im Haus und verbringt die Tage nackt und sich gegenseitig einkremend am Strand. Ein als "schwuler Zuhälter" Marcell Mastroianni beschimpfter Hausgenosse vergewaltigt Nancy mehrmals in diversen Kostümen.

Abgedrehte Farce, die mit allerlei Versatzstücken spielt, dabei jedoch Sydne Romes Körper immer wieder dem Voyeurismus und einer der Filmlogik entsprechenden Männermacht preisgibt.

Werner Schroeter In einer abgelegenen und kaum bewohnten Kleinstadt in Kalifornien, in Willow Springs, leben drei Frauen, die teilweise von durchreisenden Männern misshandelt werden oder ihrerseits Männer ausrauben und niederstrecken.

Magdalena dominiert Christine und Ila. Dann taucht ein sehr junger Mann auf, der das gelangweilte Trio zu stören scheint. Die zunächst als naiv eingeführte Bibi entpuppt sich als skrupellose Verführerin, die mit allen Sex hat, die im Film auftreten. Zum Schluss muss sie sich vor allen, denen sie vorheuchelte, sie seien die Einzigen in ihrem Leben, rechtfertigen. Da alle mit allen Sex haben, bleibt der Film die Antwort auf die Frage schuldig, was Bibis Lebenswandel im Verhältnis zu den anderen Charakteren so sündig macht.

Nachts huldigen die Schlossbewohnerinnen einem Kult, bei dem sie sich nackt ausziehen und einander zum Orgasmus bringen. Julia forscht als "Doktor" dem okkulten Treiben nach, aber die Geschwister entpuppen sich als verwandt mit den in die Sekte verwickelten Frauen. Lächerlicher Sexfilm, der nackte Haut und lesbische Ekstase ins immer wieder gleiche voyeuristische Bild setzt.

Gegen ihren Willen soll Carmelia mit einem Mann verheiratet werden, dem sie seit ihrem ersten Lebensjahr versprochen ist. Ihre Mutter steckt sie in ein Kloster. Elisabeta ermöglicht auch Carmelia heimliche Treffen mit ihrem Geliebten, von dem sie schwanger wird. Da sie sich nicht nur der Oberin, sondern auch Elisabeta verweigert, lässt Elisabeta aus Ärger darüber Carmelias Geliebten eine Abreibung verpassen, bei der er allerdings getötet wird.

Als die Kirchenoberen von der Geburt des kleinen Guiliano hinter Klostermauern erfahren, lösen sie das Kloster auf. Alle Nonnen verhelfen Carmelia zur Flucht, auch Elisabeta, der Carmelia längst verziehen hat, wie sie sagt.

Unausgegorener Möchtegernsexfilm, der mit Kostümen und Ausstattung darum bettelt, ernst genommen zu werden, der es aber in jeder Hinsicht an Format fehlen lässt.

Nicht einmal die von der Handlung in keiner Weise gerechtfertigten Nacktszenen lassen einen Hauch von Erotik aufkommen. Allein Elisabeta, die eines Nachts von Carmelia mit einer anderen Nonne im Bett überrascht wird, und die Mutter Oberin sorgen für ein wenig Spannung — was weniger der haarsträubenden Regie als den Darstellerinnen zu verdanken ist.

Im Raumschiff wenden sie sich auch schon mal einander zu. Inhaber Frank ist alles andere als treu und deshalb landet Denise, die sich betrogen fühlt, in den Armen von Franks Geschäftspartnerin.

Pseudodokumentarischer Semispielfilm, der die Aufklärungsfilme ad absurdum führt und unerotische Sexszenen inszeniert. Sie übernimmt eine Stunde ihren Job und lernt durch sie eine Domina kennen, die Männer erniedrigt und auf deren Wunsch foltert.

Die Domina verliebt sich in Dorothea und würde gern mit ihr zusammenbleiben. Aber Dorothea zieht es weiter, bis sie mit ihren drei Freunden und Sissi bei ihrer Oma unterkommt. Dabei gibt es auch eine sexuelle Begegnung mit einer Frau.

Francis Girod, Jacques Rouffio, Vorlage: George trägt Catherine auf, mit Magalie ins Bett zu gehen — was diese auch brav tut.

Aber für Catherine ist offenbar alles zuviel, sie stürzt sich aus dem Fenster. Das tun sie — und im Hintergrund steht Magalie — offenbar nun mit von der Partie. Respektlose Komödie, die sich immer wieder den Publikumserwartungen widersetzt. Während Anna Ediths Sinn für soziale Gerechtigkeit schärft und sie für den gemeinsamen Arbeitskampf der völlig überarbeiteten Frauen im Büro begeistern kann, kommen die Frauen einander näher.

Alle überlegen gemeinsam, wie sie die Versetzung von Edith verhindern können. Auf seinen Abenteuern muss er mehrmals um sein Leben laufen. Als seine Maskerade auffliegt, wird er für einen Spion gehalten und muss erneut fliehen. Als er daraufhin jedoch an Syphillis erkrankt, beinah zugrunde geht und sein bester Freund stirbt, wendet er sich von der Welt ab und wählt ein Leben als Einsiedler im Wald.

Jess Franco Eine skrupellose Aufseherin malträtiert Gefängnisinsassinnen auf einer südamerikanischen Insel mit Elektroschocks und anderer Gewalt.

Maria da Guerra, Tochter des Gouverneurs, kommt lebenslänglich ins Gefängnis, weil sie ihren übergriffigen Vater getötet haben soll, was sie auch selbst glaubt. In ihrer Zelle liegt auch eine sexhungrige lesbische Frau, die die Flucht der Häftlinge nicht verrät, aber dafür getötet wird. Auch die Flüchtigen werden vom Gouverneur und der Aufseherin erschossen.

Frauen- und menschenverachtende Inszenierung. Danach wird sie Sir Stephen Anthony Steel übereignet. Während O alle Wünsche und Befehle von Sir Stephen befolgt und ihm absoluten Gehorsam verspricht, verführt sie — was ganz in seinem Sinne ist — Jacqueline und sorgt dafür, dass auch sie aus Liebe zu ihr nach Roissy will. Neben erniedrigenden Sexualakten, die O über sich ergehen lässt, werden die Frauen meistens nackt oder nur dürftig bekleidet vorgeführt, während alle Männer vollständig angezogen bleiben.

Dieser Film sorgte wegen seiner unkritischen Frauen verachtenden Darstellung Frauen wollen Männern gehören und ihnen absoluten Gehorsam schwören bei seiner Aufführung für Protestaktionen in mehreren deutschen Städten; s. Zur Abwechslung fährt sie mit ihrem Rolls Royce durch die Lande und sammelt Anhalter und Anhalterinnen ein, denen sie sich im Innern des Wagens hingibt.

Ein Krimi aus dem Ruhrgebiet, zwar um Milieutreue bemüht, aber realitätsfern, klischeehaft, pseudokritisch und nur stellenweise spannend.

Die beiden Frauen freunden sich an. Nachdem Elisabeth Carmen fürsorglich zu einem Abtreibungstermin nach Amsterdam gefahren hat, nimmt sie die flippige Streunerin mit nach Hause, die schon kurze Zeit später ganz einzieht. Dann ist es Elisabeth, der die Freundschaft gar nicht eng genug sein kann. Als Carmens Freund in die trügerische Idylle einbricht und Carmen mit Nachdruck für sich haben will, erschlägt ihn Elisabeth — auch um Carmen vor ihm zu schützen.

In ihren Gesprächen und Erinnerungen spiegeln sich Verletzungen und Erwartungen. Eine Zeit lang hatten sie offenbar denselben Geliebten, ohne es zu wissen. Franziska muss aus Erikas Leben verschwunden sein, nachdem sie beide im Bett im überrascht hat. Die Liebesbeziehungen zu Männern sind immer wieder Thema, obwohl die intensive Freundschaft, die die beiden Frauen miteinander verband, immer noch viel tiefer zu gehen scheint. Franziska war diejenige, die gern mehr Wissen und Können zur Schau tragen wollte als Erika.

Die wirft ihr vor, sie immer klein gehalten zu haben. Neben der Angst, erneut verletzt zu werden, wird auch immer wieder innige Zuneigung zwischen beiden sichtbar. In seiner Auseinandersetzung mit Beziehungskonflikten hat der Film etwas erschreckend Zeitloses. Dietrich Story "A group of women are kidnapped by guerrillas and brought to a jungle brothel where they are forced to work as prostitutes for the soldiers. Those who refuse to cooperate are decapitated by the cruel, sadistic wardress Nanda Van Bergen of the camp, who is privately interested in some of the women herself.

One day guerrilla leader Gino da Guerra Wal Davies , who came up with the idea of opening the brothel for his soldiers, visits the place in search of some fun with one of the 'prisoners' Ada Tauler.

However he falls in love with her and tries to help her to escape. Abigail Philips Tania Busselier überredet einen Arzt, sie in diese Klinik zu schleusen, um dem mysteriösen Verschwinden ihrer Schwester nachforschen zu können.

Regierungsbeauftragte holen Abigail aus der Klinik; die jedoch ist durch Elektroschocks und andere Folterungen bereits nicht mehr ansprechbar. Juana führt die restlichen Insassinnen ihrer Station an und gemeinsam fressen sie Greta bei lebendigem Leib auf. Patrizia Piccardi Eine Deutsche macht sich per Anhalter auf eine Reise durch Griechenland und hat unterwegs nicht nur heterosexuelle Kontakte. Dacia Maraini Roman Eine Ehefrau lernt auf einer italienischen Insel mehrere Frauen kennen, mit denen sie sich anfreundet.

Darunter ist auch eine behinderte Lesbe, die sie zu verführen sucht, jedoch ein neues Verhältnis mit einem Mann ansehen muss und sich daraufhin zu Tode stürzt. Maria Alcoforado Roman Zur Zeit der Inquisition in Portugal setzt Pater Vinzenz William Berger die Mutter der vierzehnjährigen Marie Susan Hemingway unter Druck, damit sie ihre Tochter dem nahe gelegenen Kloster übereignet, wo sie sowohl seinen Fantasien und den sexuellen Übergriffen der anderen Nonnen als auch brutalen Folterungen, Misshandlungen und heterosexuellen Vergewaltigungen ausgesetzt ist.

Das naive Ende entlarvt einmal mehr die Begeisterung des Filmemachers für das, was er vordergründig zu kritisieren vorgibt. Die Lady entpuppt sich als mörderische Lesbe.

Nelly Kaplan, Jean Chapot, Vorlage: Sie macht ihren Verleger Axel Sami Frey zielsicher zu ihrem Geliebten und zögert auch nicht, die eigenen Familienmitglieder zu Studien zu missbrauchen. Am nächsten Tag kommt es zum Eklat zwischen Sybil und ihrem Vater, da sie ihn mit den beobachteten Fakten konfrontiert. Als Axel von ihrem Buch profitiert und sie mit ihrer Schwester Florence betrügt, täuscht sie eine Vergewaltigung vor und sorgt damit für Aufsehen.

Vater Ashby und Florence beschwören Sybil zu widerrufen und Axel nicht zu verklagen, während ihre Mutter zu ihr hält und droht, mit ihr gemeinsam fortzugehen. Joos de Ridder "Eine streng erzogene Klosterschülerin wird von einer reichen Erbschaft nach Hongkong geführt und entdeckt dort, dass sie eine Bordellkette geerbt hat. Nachdem sie zahlreiche Sexualakte beobachtet, zwei Vergewaltigungsversuche überstanden und lesbische Spiele ausprobiert hat, kehrt sie angewidert nach Europa zurück.

Geschmäcklerisch-aufwändig ausgestatteter und fotografierter Sexfilm, inhaltsleer und spekulativ. Drei vermeintliche Untergrundkämpferinnen werden von einer lesbischen Leiterin eines militärischen Straflagers und einem Doktor Howard Vernon in Südamerika gefoltert, vergewaltigt, misshandelt und getötet. Blue Rita, eine lesbische Stripperin mit blauen Haaren, hat Sex mit Sun, einer neuen Prostituierten, überführt fälschlicherweise die ebenfalls lesbische Managerin Gina des Verrats, rächt sich, indem sie Gina durch einen ausgehungerten Gefangenen vergewaltigen und durch Vincessa, eine andere Stripperin, töten lässt.

Blue Rita wird festgenommen. Überfrachtete Männerphantasie, die gefürchtete Frauenrollen inszenatorisch bestraft. Dieses Erlebnis machte sie zur erfolgreichsten Piratin weit und breit. Fühlen Sie sich stark von Personen Ihres eigenen Geschlechts angezogen? Am Ufer wechselt die Herrscherin ihre eigene Besatzung aus und sticht mit einer neuen, die jedoch mit der alten identisch ist, wieder in See. Experimenteller Frauenfilm, der mit Sehgewohnheiten bricht und klassische Machtvorstellungen ironisiert.

Dietrich, Jess Franco Frisch vermählt zieht Susan zu Jack nach Haiti, der dort als britischer Konsul arbeitet und wo die lesbische Olga sich halbnackt auf dem Bett räkelt.

Nachdem Konsul Jack sich seiner ehemännlichen Allmacht versichert hat "Würdest du alles tun, was ich von dir verlange? Dann lässt Susan sich von Olga sexuell trösten. Voodoo und Haiti dienen als "exotische" Kulisse einer dünnen Story. Margarethe von Trotta, Buch: Sie raubt kurzerhand eine Bank aus.

Die Geisel, die sie spontan nimmt, Lena Seidlhofer, erkundigt sich später bei der Polizei nach Namen und Adresse der Verdächtigen, ohne sie zu verraten. Sie sucht und findet sie zum Entsetzen von Christa Klages. Die Beziehung zu Ingrid wird sehr intensiv dargestellt und lässt Rückschlüsse auf eine über Freundschaft hinausgehende Intensität zu. Die beiden Drehbuchautorinnen orientierten sich an einem authentischen Fall, nämlich dem der Margit Czenki , die später selbst Filme drehte und hier in einer kleinen Nebenrolle spielt.

Der Neue Deutsche Film , S. Ellis Vater schickt sie zurück zu ihm, da seiner Meinung nach die Zeiten an allem Schuld sind und ein Kommunist wie Karl gerade richtig für seine Tochter ist. Mehrere Versuche, Karl zu verlassen, bringen Elli doch immer wieder zurück zu ihm.

Dann freundet sie sich mit der Frau einer seiner Bekannten an — was von beiden Männern nicht gern gesehen wird. Aber wieder ist es Ellis Vater, der sie überredet, sich wieder auf Karl einzulassen. Sie bricht mit Grete, ohne es ihr mitzuteilen. Elli schneidet den Strick durch und beginnt ihn mit Arsen zu vergiften. Karl stirbt im Krankenhaus. Das Berliner Milieu der zwanziger Jahre und auch die beengten Wohnsituationen sind glaubwürdig inszeniert; die Unmöglichkeit der Frauen, ihr Leben selbst zu bestimmen, wird immer wieder deutlich.

Die intime Beziehung geht mehr von Grete aus als von Elli, die in erster Linie Wärme und Geborgenheit sucht und enttäuscht ist, dass sie das von Karl nicht bekommt. Dietrich Auf einer einsamen Insel in Südamerika werden die weiblichen Häftlinge vom Diktator gekidnappte Frauen aus einem Bordell gequält und vergewaltigt; manche geben sich freiwillig den auch gleichgeschlechtlichen Sexspielchen hin. Die fast permanent nackten Frauen werden in sie zur Schau stellenden Situationen und Posen inszeniert und unterstehen der sadistischen Kommandantin Carla.

Eine der beiden Frauen fragt die andere, ob sie sich nicht mal küssen könnten, wird jedoch brüsk abgewiesen.

Rainer Werner Fassbinder Frauenfeindliches Porträt einer langweiligen und gelangweilten sehr uneinheitlichen bürgerlichen Gruppe von vermeintlichen RAF-Terroristen und -Terroristinnen, die sich in einer Berliner Altbauwohnung zusammenfinden und nach einer blutigen Entführung und einer Reihe von Worthülsen und Verrat fast alle am Ende erschossen werden. Ein Revolutionär hält eine autonome Frau Bulle Ogier für lesbisch und vergewaltigt sie — was sie, wie die Filmlogik vorgibt, nicht abhält, eine Beziehung mit ihm einzugehen.

Walerian Borowczyk, Geza von Radvany, Vorlage: Borowczyk zeigt Lulu als Symbol für die sexuelle Freiheit. Pioniere und Prominente des modernen Sexfilms , Claus Tiedemans Tinney , Buch: Dort verlieben sich beide — ohne voneinander zu wissen — in die Reiseleiterin Jasmin Maritta Joy. Sie beobachten ihre Lehrerin beim Onanieren und lassen sich davon inspirieren, miteinander Sex zu haben. Abends im gemeinschaftlichen Schlafsaal ergeben sich in den unterschiedlichen Betten diverse Frauen-Paare, die sich miteinander beschäftigen.

Das Treiben findet ein jähes Ende, als die Oberlehrerin sich dem Schlafsaal nähert. Dem ironischen Unterton der Vorlage wird die hölzerne Inszenierung nur streckenweise gerecht. Fabian hat Cornelia in einem Atelier einer lesbischen Bildhauerin, die "der Baron" genannt wird, kennengelernt.

Manfred Gregor, Christine Lembach Sexfilm, in dem die Frauen sich mit Selbstbefriedigung und lesbischen Spielchen vergnügen, bevor sie sich den Männern zuwenden. Daraufhin trennt sie sich von dem zwielichtigen Harry Sascha Hehn und beginnt u.

Jess Franco, Günter Ebert "They've managed to cut out the court system entirely — this prison just captures women rather than waiting for them to be convicted of anything. In addition to a fan-tastic bevy of beauties and all of the staples of WIP films, Sadomania adds both nude gladiatorial combat and a 'Most Dangerous Game' angle.

Olga's husband franticly tries to find her as she is brutally abused by the sadistic lesbian wardress, Ajita Wilson, and by her fellow inmates of the prison. The inmates are regularly tormented and abused by being forced into prostitution. Escape is not an option as the sharp eyed warden is always on guard. Ulrike Ottinger Orlando Magdalena Montezuma bewegt sich — mal als Mann, mal als Frau — innerhalb bizarrer Episoden mit fellinesken Gestalten, exaltierten siamesischen Zwillingen und religiösem Wahn.

Alles in schrillen Plastikfarben gehalten, trifft Orlando immer wieder auf Delphine Seyrig in den unterschiedlichsten Zusammenhängen. Erich Tomek Die Teenagerin Linda Katja Bienert macht Urlaub vom nonnengeführten Erziehungsheim, wo sie allerlei Sexualpraktiken lernte, und besucht ihre ältere Schwester, die in einem Bordell arbeiten muss. Hans Christof Stenzel, Buch: Schon nach kurzer Zeit gehen die drei alle miteinander ins Bett. Inzest und Exploitation im Gewand einer Psychostudie.

Alexandra von Grote, Buch: Alexandra von Grote Nach einem Beziehungsdrama zwischen Anna und ihrer Freundin, das in eingestreuten Rückblenden entfaltet wird, flüchtet Anna Gabriele Osburg mit ihrem Wohnbulli nach Südfrankreich, um sich dort zu finden.

Einer der ersten deutschen Lesbenfilme, die Anfang der Achtziger vereinzelt ins Kino kamen. Köster verhört Frau Dr. Es stellt sich heraus, dass die beiden Frauen den Ex-Mann von Klahn dafür bezahlt haben, den Juwelier zu töten.

Jean Ardy, Jean Melson, Vorlage: Schon vor dem Spiel demonstriert eine der Damen an einer anderen, was Rasputin mit ihr getan haben soll. Innerhalb des Spiels turteln auch zwei Frauen miteinander. Als ein Fotograf in die Dreieridylle einbricht, kommt es zu einem blutigen Schowdown, der überstanden wird und Catherine eine Karriere als Sängerin ermöglicht.

Doris Schmakowski, Brigitte Pleis, Buch: Diese unterhaltsame Komödie war einer der wenigen lesbischen Kurzfilmspiele, die auf der ersten Feminale im April in Köln liefen. Beide sind verheiratet und werden trotz der Ehemänner enge Freundinnen.

Ihr inniges Verhältnis leidet jedoch unter den ständigen Ein- und Übergriffen ihrer Männer, die die plötzliche Selbstbestimmtheit der Frauen und deren Auswirkungen auf die bisherigen Beziehungsstrukturen nicht ertragen können.

Psychodrama, das hervorragend den Zeitgeist der frühen achtziger Jahre widerspiegelt. In der Nachkriegszeit jedoch interessiert sich kein Studio mehr für sie. Nur ein kleiner Sportreporter, Robert Krohn Hilmar Tate , fühlt sich von ihr angezogen, obwohl er bald merken muss, dass sie ihn finanziell ausnimmt. Er erkennt durch einen Besuch bei ihrer Ärztin Frau Dr.

Als das Paar die Nervenärztin überführen will, lässt diese Henriette ermorden sorgt dafür, dass es wie ein Unfall aussieht.

Krohn kann nichts beweisen. Er versucht Veronika zu schützen, aber die verleugnet ihn und wird mit entsprechenden Tabletten in ein Zimmer gesperrt, in dem sie sich das Leben nehmen wird. Interessante Studie über eine gescheiterte Diva, deren Drogensucht sie ins Grab bringt.

Allein gelassen wird der hellhörig gewordene Mick aus dem Frauenbuchladen geschmissen und lässt sich von einer älteren Frau Bücher über weibliche Sexualität besorgen, die er alle aufmerksam liest.

Während der Dreharbeiten kommt es zu allerlei zwischenmenschlichen Konflikten. Die werden besonders dadurch spannend, dass Gabrea die Rolle Fassbinders mit einer Frau, nämlich Eva Mattes, besetzt hat. Mit angeklebtem Bart und schmierigem Hut schlurft sie durch die Szenerie, lässt sich von einer Verehrerin einen "runter holen", säuft und raucht. Interessante Porträtstudie, in der die Besetzung der Fassbinderrolle mit der erschreckend überzeugenden Mattes jede Szene gegen den Strich bürstet und ein Karussell im Kopf der Betrachterin in Gang setzt.

Ulrike Ottinger Frau Dr. Mabuse Delphine Seyrig , die Chefin eines Medienkonzerns, plant sich ein Geschöpf zu schaffen, dass in alle Richtungen medial ausschlachtbar ist und dass nur sie kontrollieren kann.

Mabuse vermarktet seine Skandale mit einer Frau genau so wie seinen Tod. Chantals Sohn Laurent verliebt sich in sie, aber sie interessiert sich mehr für dessen Schwester Ferial Christiane Millet.

Die beiden Frauen finden schnell zueinander. Als der Krieg ausbricht, verlassen viele Haus und Hof und fliehen ins Landesinnere. Ferial geht nach dem Waffenstillstand zurück in die Stadt, um Geld zu verdienen, während November auf einem Hof Unterschlupf findet. Aber noch bevor diese fliehen kann, entdecken sie die Nazis und nehmen sie fest. Sie wird vergewaltigt, gefoltert und als Hure in ein Bordell gesteckt.

Aus Verzweiflung tötet sie einen Freier und flieht blutüberströmt durch die Felder. November schleppt sich zu Ferial, die sie aufopfernd pflegt und ihre Mutter überredet, sie in der gemeinsamen Wohnung in Paris zu verstecken. Um einer Durchsuchung vorzubeugen, kooperiert Ferial mit einem Nazi. Die französischen NachbarInnen missbilligen Ferials Kontakte. Der Krieg scheint zu Ende zu gehen; Ferial und November verbringen im Freudentaumel eine abrupt geschnittene Liebesnacht.

Sobald jedoch die Deutschen abgezogen sind, greifen sich die aufgebrachten Franzosen Ferial als Kollaborateurin und schneiden ihr zur Strafe die Haare ab. Dort werden sie grausam misshandelt. Im Mäntelchen eines Politthrillers konzentriert sich der Film lediglich darauf, lesbische Übergriffe in einem Gefängnis ins Bild setzen zu können. Die problematische Beziehung, die die beiden unterschiedlichen Frauen eingehen, wird nur wenig gezeigt. Klaus Gendries Im Zentrum dieser Biografie steht das künstlerische Leben der Claire Waldoff , das kaleidoskopartig in diversen Kabarettauftritten und der jeweiligen politischen Umstände porträtiert wird.

Bei diesem bunten Potpourri bleibt die Darstellung der persönlichen Kontakte mitunter auf der Strecke. Die innige Beziehung zu Oli von Roeder ist nur mit einem entsprechenden Vorwissen richtig zu verstehen.

Alles in allem legt der Film mehr Wert auf Waldoffs unnachahmliches Temperament, ihren Ehrgeiz und ihre Bühnenpräsenz. Klaus Mann "Flucht in den Norden" Johanna Katharina Thalbach flieht vor den Nazis nach Finnland zu ihrer Freundin Karin Lena Olin , die sie tröstet, indem sie ihr die Brust streichelt; die recht dunkle Szene endet in einem leidenschaftlichen Kuss, den Johanna erwidert — Schnitt auf den nächsten Tag, an dem es regnet.

Liliana Cavani, Roberta Mazzoni, Vorlage: Junichiro Tanizaki Roman in Berlin: Louise von Hollendorf Gudrun Landgrebe , die Frau eines angesehenen Nazi-Diplomaten, lernt in einem Zeichenkurs die Tochter des japanischen Botschafters kennen und fühlt sich gleich magisch angezogen. Offenbar wussten die Frauen nicht, was sie sonst miteinander hätten tun können. Louise geht völlig in dieser Beziehung auf, die politischen Gefahren durch die Nazis, die sie umgeben, nimmt sie nur am Rande wahr.

Und auch die Eifersucht ihres Gatten Heinz interessiert sie nicht wirklich. Dann entdeckt ihr Josef, der ehemalige Zeichenlehrer, dass er schon lange ein Verhältnis mit Mitsuko hat und beide Louise benutzt haben, um von ihm abzulenken. Louise ist tief enttäuscht und wendet sich wieder ihrem Mann zu.

Aber Mitsuko will nicht auf sie verzichten. Daraufhin erpresst Josef ihren Mann Heinz, der ihn von den Nazis verhaften lässt, während er selbst seinerseits eine Affäre mit Mitsuko beginnt.

Als die Nazis die lesbische Affäre publik machen und nach ihnen fahnden, hält Mitsuko für sie alle drei Gift bereit. Mitsuko und Heinz sterben daran, Louise hat gar kein Gift bekommen, überlebt daher und erzählt die ganze Geschichte ihrem ehemaligen, von den Nazis geschassten Philosophieprofessor, der von der Gestapo abgeholt wird, als sie gerade ihre Geschichte beendet hat.

Die Amour Fou, die beschrieben wird, überzeugt nicht in ihrer Ausweglosigkeit, sondern eher in ihrer Ignoranz und Dummheit: Die dekadente Oberschicht des deutschen Faschismus bringt sich selbst zu Fall, weil sie ungeachtet aller Begleitumstände ihren Trieben folgt. Die eigentlich rechtschaffene jährige Ramona Richter, für deren kleinen Jungen ihre Mutter das Sorgerecht hat, lässt sich von zwei lesbisch lebenden Frauen Marie Gruber und Ute Lubosch überreden, das Geldversteck des älteren Ehepaares zu verraten, bei dem sie putzt.

Nach erfolgreichem Diebstahl muss Ramona in "Männerkleidung" einer schwangeren Frau die Handtasche entwenden, die dabei eine Fehlgeburt erleidet. In der haarsträubenden Filmlogik gehört beides ganz offensichtlich untrennbar zusammen.

Monika Treut, Elfi Mikesch, Buch: Monika Treut, Elfi Mikesch, Vorlage: In ihrer Performance greift Wanda u. Wandas Geliebte Caren Carola Regnier kann diesem Spielchen nichts abgewinnen; stärker jedoch beunruhigt sie die Ankunft der blonden Amerikanerin Justine Sheila McLaughlin , die Wanda privat begehrt, aber auch gleich in ihre Show einbaut.

Ästhetisierte Fantasie über Sado-Maso-Spiele, die mitunter verblüfft, allerdings an anderer Stelle wiederum allzu platt wirkt. Cleo Uebelmann Experimenteller Kultfilm, in dem sich zwei Frauen mit sadomasochistischen Fesselungsspielen erregen. Margarethe von Trotta Episode "Eva" Episodenfilm über den liebeskranken Macho Felix Ulrich Tukur , der mit den Frauen nicht klarkommt, obwohl er etwas anderes propagiert.

In einer Episode lernt er die heulende Eva Eva Mattes kennen, die gerade verlassen wurde. Die beiden Frauen nehmen Felix mit nach Hause, wo Susannes kleine Tochter von ihm so begeistert ist, dass sie bei ihm schlafen möchte. Felix macht sich aus dem Staub. Zunächst weigert sie sich, da sie nicht als Junge angesehen werden will, aber ihre Mutter Juliane Koren, einen Vater scheint es nicht zu geben redet ihr zu.

Zwischen den Drehs lernt Janni zufällig Sabine Charlotte Bastian kennen, die sehr angetan von dem netten Jungen ist und sich ihm auch körperlich zu nähern versucht. Der hält sie jedoch auch für einen Jungen. Dabei ruft die Maskenbildnerin Janni mit ihrem vollen Namen Janette. Sabine stutzt und wird Janni küssen, wie sie Sebastian mitteilt: Sabine küsst Janni stürmisch und die wehrt sich und beschimpft Sabine.

Die will daraufhin wissen, ob sie ein Junge oder ein Mädchen oder beides sei. Die beiden gehen aufeinander los und Sebastian bringt sie auseinander. Später lädt Janni ihre Klasse zur Filmpremiere ein und erntet endlich die ersehnte Anerkennung. Sabine allerdings ist immer noch sauer auf sie und hat Sebastian nichts von der Aufführung gesagt. Das Dogma des Rollenverhaltens wird leider nur oberflächlich hinterfragt.

Warum muss der Regisseur im Film auf ein Mädchen ausweichen, um einen ängstlichen Jungen, der sich bewährt, darstellen zu können? Mit all den Geschlechtsverwirrungen und den demzufolge "unangemessenen" Verliebtheiten manifestiert "Hasenherz" die traditionellen Rollenmuster statt sie aufzubrechen.

Zwischen Hass, Aggression und Streit gibt es auch immer wieder zarte Annäherungen zwischen den Insassinnen, die besonders von Barbara ausgehen. Freundschaftliche Umarmungen oder Berührungen werden da schon mal rüde von der Wärterin unterbunden und als "Ferkeleien" verunglimpft.

Aus ihren Überlegungen, dass die Wärterinnen Freundschaft und Verständnis innerhalb der Häftlinge nicht ertragen können, resultiert ein Kiss-In fast aller Frauen. Interessante "Milieustudie", deren experimentell schiefe und schräge Kameraführung Kamera: Hille Sagel besonders hervorzuheben ist. Die Knastatmosphäre wird nachvollziehbar und erlebbar. Sängerin Marianne Rosenberg spielt eine Mitgefangene.

Dann taucht in der Einsamkeit der finnischen Seenwelt ein scheinbar verirrter Überlebenskünstler Miro Nemec auf, und spannt Ulla ihre Freundin aus. Ulla lockt Frank zu einem Fototermin, schläft mit ihm auf einer abgelegenen Insel und setzt ihn dort aus. Pitz jedoch will bei ihrer Rückkehr nichts mehr von ihr wissen. Sie fahren in getrennten Kabinen von Helsinki nach Travemünde, aber auf dem Schiff taucht der vermeintlich ausgesetzte Frank wieder auf und Ulla erleidet einen Zusammenbruch.

Sie sitzt in der Ecke, trinkt die Wodkas, die Frank ihr bestellt hat, und beobachtet die beiden beim Tanzen. Damit ist die Geschichte zu Ende. TV-Produktion des Bayerischen Fernsehens.

Unterwegs macht sie die intensive Bekanntschaft mit der sehr attraktiven jungen Giovanna Ines Sastre. Dann werden sie von Nomaden entführt und lernen deren Lebensumstände kennen. Experimentell gehaltener Mix aus Reisefilm und ethnologischer Studie, der zwischendurch ein wenig langatmig geraten ist.

Sie sind erst 26 Jahre alt. Wie schwierig ist es, als junge Chefin Mitarbeiter zu führen? Ich konnte also langsam in die Aufgabe hineinwachsen, erst als Angestellte und Gesellin und nach der Meisterprüfung auch als angestellte Meisterin. Welche Promifrisur ist voll daneben? Spontan fällt mir da gar keine ein, ich bin allerdings auch nicht der klassische Klatschzeitungs-Leser.

Grundsätzlich finde ich das aber gar nicht schlimm, wenn sich Kunden auf diese weise im Vorfeld informieren und dann mit konkreten Vorstellungen zu uns kommen. Wie viele Handwerksberufe ist der Nachwuchs bei den Friseuren eher Mangelware. Viele glauben, im ersten Jahr dürfen sie nur die Haare wegfegen oder zugucken. Wir versuchen, Auszubildende und auch Ferienjobber oder Praktikanten vom ersten Tag an mit einzubinden.

An Puppenköpfen können sie auch schneiden. Rechts im Bild die Auszubildende Diana Schorochow. Der Discounter Aldi hat kürzlich bundesweit Kritik bekommen, weil ein Gramm-Grillsteak für 1,99 Euro angeboten hat. Wie wichtig ist Kunden noch die Qualität von Fleisch? Das war schon früher so und hat sich kaum geändert. Beim Grillfleisch zum Beispiel wird dann gerne auf Qualität gesetzt, da will man nicht das verpackte Billigfleisch auf den Grill werfen.

Es ist so, dass die Preisentwicklung beim Fleisch in den vergangenen Jahren, anders als bei Backwaren zum Beispiel, fast stagniert ist. Bei einem Kilo Nackensteak kann ich das gut nachvollziehen. Heute sind es sechs bis sieben Euro, also zwölf bis 14 Mark. Ein Brötchen zum Beispiel hat in den er Jahren 25 bis 30 Pfennig gekostet.

Wie viel Ihrer Fleisch- und Wurstwaren machen Sie noch selbst beziehungsweise dürfen selber machen? Bis habe ich noch selbst in meinem Betrieb hier in Sustrum-Moor geschlachtet und zerlegt. Nach einer Gesetzesänderung war das leider nicht mehr möglich. Kleinere Mengen und Spanferkel zum Beispiel von einer Fleischerei in Haren-Rütenbrock, in der noch selber geschlachtet wird.

Bei der Wurst mache ich etwa die Hälfte selber, für die andere Hälfte fehlen mir Maschinen, die einfach zu teuer sind in der Anschaffung.

Was halten Sie vom Trend zu Grillfleisch-Automaten? Jedenfalls besser als im Vergleich zur verpackter Ware im Discounter. Dort ist das Fleisch geölt und mariniert, um es acht bis zehn Tage haltbar zu machen. Das kann für die Qualität des Fleischs nicht gut sein. Der ebbt ja schon wieder ein wenig ab. Beim Veggie-Trend finde ich die Irreführung des Verbrauchers besonders bedenklich. Da wird Leberwurst verkauft, in der nicht ein Gramm Leber ist. Schon die Bezeichnung Wurst ist ja falsch.

Sie haben nur diese eine Filiale in Sustrum-Moor. Ist es nicht schwierig, sich damit über Wasser zu halten? Bis vor einiger Zeit war ich noch in Walchum aktiv, doch nach dem Bau des NP-Marktes war das wirtschaftlich nicht mehr darstellbar. Auch wir hier in Sustrum-Moor merken das langsame Ausbluten der Dörfer. Wir liefern in einem Umkreis von etwa 25 bis 30 Kilometern. Das ist auch notwendig, um sich über Wasser zu halten.

Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass Sie Metzger wurden? Ich stamme gebürtig aus Niederlangen-Siedlung und habe einen Ausbildungsbetrieb gesucht, den ich mit dem Fahrrad erreichen konnte.

Zunächst wollte ich Koch werden, habe aber in der näheren Umgebung zunächst keinen Betrieb gefunden. Ich hab mich dann für Metzger entschieden und eine Ausbildung in einem Betrieb in Haren-Rütenbrock begonnen. Das waren zwar auch 15 Kilometer zu fahren mit dem Fahrrad, das hat aber gut funktioniert. Hier lebe ich seitdem mit meiner Frau Martha, unseren beiden Söhnen und einer Tochter.

Wie schwer ist es, gutes und ausreichendes Personal für Ihren Betrieb zu gewinnen? Ich bin froh, dass ich auf zwei Mitarbeiterinnen im Verkauf bauen kann, die seit 22 beziehungsweise 20 Jahre für uns tätig sind.

Da passt einfach jeder Handgriff. Ebenfalls froh bin ich, dass meine Frau Martha im Verkauf und vor allem beim Partyservice unterstützt. Bei einer Sieben-Tage-Woche mit Veranstaltungen auch am Wochenende wäre das ansonsten für mich kaum durchführbar. Was das Thema Ausbildung angeht, hätte ich in den vergangenen 22 Jahren gerne junge Menschen zum Metzgergesellen ausgebildet, aber leider niemanden gefunden.

Gibt es eine Panne in ihrem bisherigen Berufsleben, die Sie wohl niemals vergessen werden? Zu der Zeit, als bei mir noch montags geschlachtet wurde, mussten sich so einige Dorfbewohner in Acht nehmen.

Es kam nämlich schon mal vor, dass ein Rind oder auch Schweine vorm Schlachten das Weite suchten und wir mit der gesamten Belegschaft die Tiere wieder einfangen mussten. Grillfleisch ist eine seiner Spezialitäten.

Der erworbene Gesellenbrief ist nach seinen Worten mit der mittleren Reife zu vergleichen. Als Bauingenieurin und -leiterin ist die Lathenerin fast täglich auf Baustellen im nördlichen Emsland unterwegs. Wie oft kommt es vor, dass Sie auf Baustellen mit dummen Sprüchen leben müssen? Um ehrlich zu sein: So gut wie nie. Ich glaube, auf dem Bau spricht sich ganz schnell herum, ob jemand Ahnung hat oder nicht. Wenn ich dort mit Bauhose und -schuhen erscheine, mich mit in den Dreck knie, jeden ordentlich behandele und Ernst nehme, werde auch ich vernünftig behandelt und bekomme die Antworten, die ich haben möchte.

Und im Büro kommt es nur noch ganz selten vor, dass Anrufer nach dem Chef fragen, wenn ich abnehme. In welchen Situationen kann es sogar von Vorteil sein, eine Frau zu sein? Im Baustoffhandel zu Beispiel wird mir die bestellte Ware in den Kofferraum getragen. Wobei auch das für mich natürlich kein Problem wäre. In Konfliktsituationen oder in Diskussionen auf der Baustelle werden die Punkte eher ruhiger und sachlicher geklärt, wenn Frauen anwesend sind.

Ist es nicht trotzdem sehr riskant, sich als Frau selbstständig zu machen in der Baubranche? Ich habe als Bauleiterin und seit als geschäftsführende Gesellschafterin für das Bauunternehmen Bruns gearbeitet. Als sich Ewald Bruns dann aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen hat, habe ich den Betrieb übernommen. Stammen Sie aus einer Handwerkerfamilie, oder wie kam es zu dem Schritt in die Branche? Ich habe während der Realschulzeit in Lathen diverse Praktika gemacht und dann in den Ferien auf dem Bau gejobbt.

Wie sorgen Sie für gute Laune auf der Baustelle? Natürlich läuft fast ununterbrochen ein Radio. Viel mehr ist oft gar nicht notwendig. Der Zusammenhalt untereinander ist in unserem Team, das aus 13 Mitarbeitern besteht, gut. Und was die körperliche Anstrengung angeht, ist der Job des Maurers durch diverse technische Hilfsmittel wie zum Beispiel Steinversetzkräne längst nicht mehr so viel Maloche wie noch vor 20 Jahren.

Trotzdem dürfte es immer schwerer werden, an Auszubildende zu gelangen. Ich suche zum 1. Das ist sehr schade, denn der Baubranche geht es derzeit sehr gut, die Arbeitsplätze damit sicher und der Verdienst bereits als Azubi relativ hoch. Und wer wirklich ein Studium anstrebt, dem kann ich nur raten, vorher unbedingt eine Ausbildung zu machen. Da eignet man sich sofort Fachwissen an und lernt nicht nur alles in der Theorie. Für mich muss nicht immer der Bagger rollen, auch eine Sanierung zu planen und umzusetzen hat ihren Reiz.

Überraschungen sind bei solchen Projekten aber eben nicht ausgeschlossen. Deshalb setzen viele lieber auf die kalkulierte Sicherheit, bei einem Neubau steht eben von Beginn an weitgehend fest, was er kostet. Der Einfamilienhausbau macht letztlich auch 80 Prozent unseres Umsatzes aus. Wobei ich auch vor Mehrfamilienhäuser mit zehn oder mehr Wohneinheiten nicht zurückschrecke. Wie oft kommt es vor, dass Häuslebauer mit Wunschvorstellungen zu Ihnen kommen und am Ende dann doch etwas ganz anderes herauskommt?

Am Ende werden es oft bis mit Doppelgarage. Oft sind es Funktionsräume oder ein Gästezimmer im Erdgeschoss, das auch von den Eigentümern im Alter genutzt werden kann, die noch hinzu genommen werden. Leider passen manchmal die Wünsche nicht zum Bebauungsplan, wenn darin zum Beispiel ein Toskanahaus mit 2 Vollgeschossen ausgeschlossen wird. In die Entscheidung sollte der Architekt oder der Bauingenieur immer einbezogen werden.

Und wie oft kommt es vor, dass Sie Kunden sagen müssen: Du kannst dir das finanziell einfach nicht leisten? Ich finde es wichtig, früh zu sagen, was ein gewünschtes Haus kostet, damit das erste Finanzierungsgespräch mit der Hausbank möglichst früh stattfinden kann. Es gibt nichts schlimmeres, als wenn das Traumhaus im Kopf und auf dem Papier fest steht, am Ende aber der Traum platzt, weil das Budget nicht ausreicht.

Wie viele Gespräche zwischen den Hausbauern und Ihnen finden im Durchschnitt statt? Das ist ganz unterschiedlich. Manche sind entscheidungsfreudiger, da reichen vier bis fünf Gespräche. Bei manchen dauert es Vieles läuft heutzutage aber auch per E-Mail oder telefonisch statt, es müssen nicht immer persönliche Gespräche sein. Wichtig ist mir, möglichst viel zum Zeitpunkt des Baubeginns entschieden zu haben. Das vermeidet Stress und Streit, denn während der Bauzeit von im Normalfall rund sechs Monaten gibt es noch genügend Entscheidungen zu treffen.

Wie viel Zeit bleibt als selbstständige Bauunternehmerin für private Dinge? Da ich ledig bin und keine Kinder habe, bin ich zeitlich flexibel. Ich gehe gerne laufen, vor allem um Fresenburg an der Ems. Wichtig ist mir auch die Arbeit in der Innung der Kreishandwerkerschaft.

Als ich vor zwei Jahren gefragt worden bin, ob ich aktiv im Vorstand werden möchte, hab ich sofort zugesagt. Allerdings unter einer Voraussetzung: Dass ich auch den Mund aufmachen und offen meine Meinung sagen darf. Das hat bisher ganz gut geklappt lacht , denn seit März bin stellvertretende Obermeisterin. Dass sie in einer echten Männerdomäne unterwegs ist, bereitet der Lathenerin überhaupt keine Probleme. Sie berichten, was sie alltäglich erleben, was die Vorzüge und die Nachteile des Jobs sind und wofür sie sich privat interessieren.

Bäckern eilt der Ruf voraus, geborene Frühaufsteher zu sein. Wann beginnt für Sie der Arbeitstag und wie schwer fällt ihnen das frühe Aufstehen? So schlimm ist das für mich gar nicht. Los geht es für mich und meine drei Mitarbeiter in der Backstube um 2. Feierabend ist für die Mitarbeiter gegen Bei mir zum Beispiel Tennis und Musik machen.

Und es bleibt tagsüber viel Zeit für die Familie, zu der bei mir drei Kinder gehören. Ich finde das toll, das ist für mich ein Stück Lebensqualität.

War der Ablauf auch schon so, als Sie begonnen haben als Bäcker? Nein, damals haben die Nächte deutlich früher begonnen. Durch die moderne Kühl- und Backofentechnik ist es möglich, mehr vorzuarbeiten. Wir beginnen am Morgen ab etwa 8 Uhr, wenn Brote, Brötchen und Kuchen für den aktuellen Tag produziert sind, damit, erste Vorbereitungen für die Nacht zu treffen.

Dadurch haben sich für uns Bäcker die Nächte verkürzt. Aus backtechnischer Sicht hat das auch den Vorteil, dass die Teige länger gehen können. Das verbessert den Geschmack.

Und wann erledigen Sie den Bürokram? Dafür bleibt am Nachmittag viel Zeit. Wobei meine Frau Heidi, die den kaufmännischen Part in unserem Familienbetrieb übernimmt, den überwiegenden Teil der Arbeit dort erledigt. Was hat sich gegenüber den Anfängen ihres Berufslebens noch geändert? Die Auswahl an Broten und Brötchen hat sich deutlich erhöht. Heute sind es über die Woche verteilt bis zu 20 Brot- und bis zu 30 Brötchensorten. Dinkel-, Müsli- oder Chia-Brötchen kannte man früher gar nicht.

Allerdings ist es auch leichter geworden, an die entsprechenden Zutaten zu komme. Die Zulieferbetriebe haben sich umgestellt. Verändert haben sich gegenüber den er Jahre auch die Öffnungszeiten. Viele Filialen öffnen früher, um 5.

Viele öffnen auch länger, manche bis 19 Uhr oder sogar 20 Uhr. Ab wann stand für Sie fest, den Beruf des Bäckers zu ergreifen? Das war gar nicht so früh. Ich war also schon als kleiner Junge oft in der Backstube. Trotzdem habe ich nach der Schule länger überlegt, ob ich es auch machen soll oder nicht.

Als Lehrer an der Berufsschule oder auch ein technisches Studium hätte ich mir vorstellen können. Letztlich habe ich mich dann doch entschieden, in Meppen die Fachoberschule für Ernährung zu besuchen, habe neben einer Bäcker- auch eine Konditorenlehre absolviert und in Olpe im Sauerland an der ersten deutschen Bäckerfachschule den Meister gemacht. Bereut habe ich den Schritt letztlich nicht. Wie schwer machen Ihnen Billigbäcker oder Discounter das Leben? Ja, zu dieser Aussage stehe ich.

Auch mit Blick auf die kleineren Dörfer wäre es sehr schade, wenn der Beruf des Bäckers ausstirbt. Denn die Filialen, die wie unsere als Dorfläden mit Lebensmitteln und Frischwurst sowie einem kleinen Cafe ausgebaut sind, sind für die Bevölkerung auch ein Ort, sich zu treffen und sich auszutauschen.

Brechen die weg, gibt es für die jüngere Bevölkerung noch weniger Gründe, sich im Ort niederzulassen. Dass etwas im Backofen zu dunkel wird, zum Beispiel, wenn man vergisst die Zeitschaltuhr zu stellen, kommt ab und zu vor.

Darüber ärgert man sich, aber die Welt geht dann nicht unter. Nicht vergessen werde ich eine Situation im Jahr , als es bei uns in der Hauptsicherung im Keller einen Schmorbrand gegeben hat.

Wir standen um 7 Uhr nachts, Mitten in der Hauptproduktion, ohne Strom da. Einige Teige waren fertig, aber kein Ofen und keine Kühlung liefen. Geholfen hat uns letztlich Baustrom vom benachbarten Mehrgenerationenhaus, dessen Bau sich damals in den Endzügen befand.

Einige Stunden später lief schon wieder alles einwandfrei, weil der Stromversorger schnell reagiert hat.

Wie sorgen Sie eigentlich für gute Laune in der Backstube? Bei uns läuft eigentlich immer das Radio, wir wechseln zwischen drei verschiedenen Sendern.

Ich bevorzuge Rock Antenne. Was sind eigentlich Ihre Spezialitäten? Dafür kommen manche Kunden aus dem Oldenburger Raum oder Ostfriesland zu uns. Auch Stutenkerle und Kilberstuten sind eine Spezialität. Der Beruf ist vielseitig, die Arbeitszeiten sind, wenn man sich einmal dran gewöhnt hat, akzeptabel, der Verdienst in den vergangenen Jahren vor allem für diejenigen, die gute Arbeit leisten, doch deutlich gestiegen, die Arbeitsplätze sind sicher.

Ich rate jedem zu einem Praktikum, während der Schule oder freiwillig, um sich selber ein Bild von dem Beruf zu machen. Auszug aus der Zeitung Norddeutsches Handwerks vom Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler der Region bei der Berufsorientierung zu unterstützen.

Die Akademie, die sich an Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren richtet, startet am Montag, den Juni und endet am Samstag, den Untergebracht werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Woche im Jugendgästehaus in Papenburg. Die Teilnahme an der Sommer-Akademie ist kostenlos.

Vor allem auf den zweiten Aspekt möchten wir in unserer diesjährigen Sommer-Akademie einen Fokus legen. Hier arbeiten wir mit der Kreishandwerkerschaft und der Friseurinnung Aschendorf-Hümmling sowie mit dem Modehaus Böckmann zusammen, die den Jugendlichen gleich auch einen praktischen Eindruck ihrer Ausbildungsmöglichkeiten vermitteln.

In Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit werden die Jugendlichen in Sachen Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräche geschult. Zudem erhalten sie einen Einblick regionale Unternehmen, die ihre Ausbildungsberufe erklären. Juli in Papenburg, bei der die Jugendlichen ihre neu gewonnenen Erfahrungen präsentieren dürfen.

Hierfür wurde ein neues Konzept entwickelt, wobei zwei Aspekte entscheidend sind: Dies hat die Innung mitgeteilt. Grafe war seit im Ehrenamt der Innung aktiv. Immer habe Grafe sein ganzes Engagement zum Wohle des Berufsstandes eingebracht. Grafe merkte an, dass es jetzt an der Zeit sei, die Geschicke der Innung in jüngere Hände zu legen. Rechtien sei dafür die richtige Wahl. Stellvertreter des Obermeisters bleibt Thomas Wilbers aus Lingen, der seit als Schriftführer ehrenamtlich tätig ist.

Wilbers übernimmt auch das Amt des Schriftführers wieder. Kassenwart ist weiterhin Reinhard Fährmann aus Haselünne. Der bisherige stellvertretende Obermeister Heinrich Wester, Wippingen wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. Neuer Lehrlingswart wurde Heiner Staggenborg aus Werlte. Vorstand und Geschäftsführung bedankten sich bei Goswin Lembeck, Werlte für über jährige ehrenamtliche Tätigkeit im Vorstand und verschiedenen Ausschüssen.

Geschäftsführer Hermann Schmitz konnte den Innungsbetrieben nach der Jahresrechnung einen ausgeglichenen Haushalt für das Jahr präsentieren. Auch in dieser Innung wird eine 5-stellige Summe in den Haushaltsplan eingestellt um Ausbildungshemmnisse abzubauen und den Nachwuchs zu fördern.

Aufgrund seiner hohen Verdienste um das örtliche Metallhandwerk schlug die Innungsversammlung vor Theo Schmitz zum Ehrenobermeister zu ernennen. So bleibt diese verdiente Persönlichkeit auch weiterhin mit der Innung eng verbunden. Das Fahrzeug ermöglicht es den Ausbildern nach Angaben der Handwerkskammer HWK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, das künftige Fachpersonal mit der modernsten im Kraftfahrzeugmechatronikerhandwerk verfügbaren Technik im Detail vertraut zu machen und so eine qualitativ hochwertige und zukunftsorientierte Berufsausbildung zu gewährleisten.

Gerdes zufolge profitieren vor allem die Betriebe, die ihre Lehrlinge zur überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung in die Werkstätten entsenden. Die mit den Fachverbänden und Innungen abgestimmten Inhalte, die sich am Rahmenausbildungsplan orientierten, würden hier gründlich geschult. Die Auszubildenden hätten die Möglichkeit des intensiven Übens und könnten sich viele Fertigkeiten selbst oder im Team erarbeiten. Der Betrieb bekomme seinen Lehrling nach jedem Lehrgang mit mehr Fachwissen zurück.

Zudem werde der Betrieb bei der Finanzierung unterstützt, da die Kurse zu zwei Drittel vom Bund, dem Land Niedersachsen und mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert werde. Wie die Kreishandwerkerschaft mitteilte, wurde Laux während der Jahreshauptversammlung der Innung in Dörpen einstimmig in ihrem Amt bestätigt.

Alle Wahlen endeten laut Kreishandwerkerschaft mit einstimmigen Ergebnissen. Für ihre mehr als jährige Tätigkeit im Gesellenprüfungsausschuss wurde Barbara Migura aus Papenburg Dritte von links mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Derweil feierte Elke Jansen ihr jähriges Meisterjubiläum. Sie erhielt ebenfalls eine Ehrenurkunde.

Auch er erhielt von Obermeister Schwennen eine Ehrenurkunde. Durch den Vortrag des Innungsbeauftragten Herrn Dipl. Helmut Olberding wurde deutlich, dass sich die Innungsbetriebe durch hohe Investitionen bestens vorbereitet haben.

Obermeister Johannes Evers aus Papenburg wurde einstimmig wiedergewählt. Obermeister Johannes Evers links und sein Stellvertreter Hermann-Josef Santen rechts konnten ihren Innungskollegen Gerhard Hackmann Zweiter von links für seine jährige und Heinrich Poll Zweiter von rechts für seine jährige Meistertätigkeit eine Urkunde überreichen. Heinrich Konken aus Werpeloh legte sein Amt nach jähriger ehrenamtlicher Mitarbeit nieder. Er war als stellvertretender Obermeister aktiv und als Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses tätig.

Obermeister Johannes Evers mitte sowie Lehrlingswart Wilfried Radtke links bedankten sich für die jahrzehntelange, ehrenamtliche und aufopfernde Tätigkeit von Heinrich Konken rechts. Während der langen Dauer seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Vorstand als auch im Gesellenprüfungsausschuss hat er sich immer für die Belange des Handwerks örtlich und überregional eingesetzt.

Demnach können die Kunden von bester Qualität der Produkte ausgehen. Zum jährigen Meisterjubiläum gratulierten Franz Többen 2. Obermeister Heinz Kauscher überreichte dem Silberjubilar eine entsprechende Urkunde. Während der Jahreshauptversammlung im Saal Ellerbrock in Dörpen standen zudem die Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Dabei wurde Obermeister Kauscher aus Papenburg in seinem Amt bestätigt.

Otto Feldmann aus Bockhorst zeigt sich in der Innung für Ausbildungsfragen verantwortlich. Alle Wahlen erfolgten einstimmig. Hier will die Innung nach eigenen Angaben neue Wege bestreiten. Es wurde deutlich, dass die Auftragslage im Maler- und Lackiererhandwerk positiv ist.

Lediglich der Fachkräftemangel wirkt besorgend. So ermutigte der Lehrlingswart Georg Gravel seine Kollegen weiterhin an der hohen Ausbildungsbereitschaft festzuhalten. Nicht zuletzt aus diesem Grund stellte die Innung einen 5-stelligen Eurobetrag in ihren Haushaltsplan ein um Ausbildungshemmnisse abzubauen. Ebenso sollen die Aktivitäten zur Gewinnung von Auszubildenden im Jahre erhöht werden. Lathens Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Weber berichtete, er sei froh, dass er Ahrens davon überzeugen konnte, den Betrieb nicht in der Garage zu Hause, sondern im Industriegebiet zu erweitern.

Damals gründete er alleine das Unternehmen. Heute beschäftigt er zehn Mitarbeiter, jedes Jahr wird ein neuer Auszubildender eingestellt. Die vom Unternehmen umgebauten Fahrzeuge fahren nicht nur in Niedersachsen, sondern auch in der Schweiz und Österreich.

Es gebe auch andere Betriebe, die sich auf diesen Ausbau spezialisiert haben, wie Ahrens berichtete. Hier in der Gegend seien sie aber die Einzigen. Der Bedarf sei vorhanden. Nicht nur im gewerblichen Bereich, der 50 Prozent der Auftragslage des Unternehmens ausmacht, sondern auch im privaten Bereich hat Ahrens Veränderungen im Kundenverhalten wahrgenommen.

Von innen sind die Begleitfahrzeuge mit hellem Ahornholz ausgestattet. Günter Ahrens zeigte Gitta Connemann den Innenausbau. Mit dem Innenausbau von Begleitfahrzeugen für Schwertransporte hat sich die Tischlerei Günter Ahrens aus Niederlangen ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen.

Weiter wurden auf der Versammlung die Mitglieder Bernhard Feldhaus aus Hilkenbrook für sein jähriges Meisterjubiläum und Georg Hanekamp aus Spahnharrenstätte für sein jähriges Meisterjubiläum ausgezeichnet.

Bei den Wahlen galt es, das Amt des stellvertretenden Obermeisters neu zu besetzen. Simone Ahrens aus Lathen wurde zur stellvertretenden Obermeisterin gewählt. Sorge bereitete den anwesenden Mitgliedern die Probleme bei der Gewinnung von Fachkräften und Auszubildenden. Den Handwerksmeistern wurde verdeutlicht, dass nur durch die eigene intensive, hochwertige Ausbildung der zukünftige Facharbeiterbedarf gedeckt werden kann.

Weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war eine breit angelegte Qualitätsoffensive. Die Kunden der Innungsmitglieder, so teilte es Obermeister Bohse mit, erhalten nur durch besonders ausgebildete Mitarbeiter eine hohe Qualität der ausgeführten Dienstleistungen. So manches Mal hätten sich die Auszubildenden von den digitalen Medien zu sehr ablenken lassen. Aber unter anderem die Eltern und Lehrer trieben sie laut Ostermann zu guten Leistungen an.

Schade wäre es, wenn sie auf ihrem Erreichten sitzen bleiben und sich nicht weiterbilden würden. Weiterbildungen und andere Qualifizierungen seien das Kapital von morgen. Bei den Land- und Baumaschinenmechatronikern erhielten 17 junge Männer ihre Gesellenbriefe.

Wer nach seinen Worten während der praktischen Arbeit sowohl die Hand als auch den Verstand einsetzt, kreativ arbeitet und sein Werk entstehen sieht, der entwickelt dabei auch die eigene Persönlichkeit. Theo Schmitz, Obermeister der Innung für Metallhandwerke, riet den jungen Männern und Frauen während der Lossprechungsfeier, auch in Zukunft alle Gelegenheiten zur Weiterbildung zu nutzen.

Folgende Prüflinge haben die Gesellenprüfung zum Metallbauer mit der Fachrichtung Konstruktionstechnik bestanden: Sören Bödeker Hackling Metall- u. Erfolgreich die Gesellenprüfung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker abgelegt haben: Insgesamt 17 Land- und Baumaschinenmechatroniker haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Erfolgreich ihre Ausbildung hinter sich gebracht haben 23 Kraftfahrzeugmechatroniker. Die beiden besten Absolventen sind zwei Spanier, die mithilfe der Wachstumsregion Ems-Achse im Emsland ihre Ausbildung begonnen hatten.

Grund zur Freude haben sie allemal. Denn sie haben ihre Ausbildung nicht einfach nur bestanden — was in einem fremden Land, dessen Sprache die beiden erst einmal lernen mussten, schon eine beachtliche Leistung wäre. Doch beide gehören zu den besten ihres Jahrgangs, Lopez hat sich sogar zum Prüfungsbesten gemausert. Beide waren schon in Spanien Freunde, wie sie im Gespräch mit unserer Redaktion verraten, und mussten sich auch in Deutschland nicht trennen, denn beide absolvierten ihre Ausbildung im Elektronikbetrieb Konken in Werpeloh.

Eine vernünftige Ausbildung sei hingegen der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit, gab Prüfungsausschussvorsitzender Heinz Konken allen Absolventen mit auf den Weg. Landtagspräsident Bernd Busemann warnte in seiner Rede davor, das Handwerk zu unterschätzen. Ebenso wie Obermeister Johann Evers warb er jedoch auch für Weiterbildungsmöglichkeiten. Wie sie im Gespräch mit unserer Zeitung aufführte, haben rund 55 Prozent der seit angeworbenen Spanier eine Ausbildung erfolgreich absolviert.

Im Jahr habe man die Anwerbung von Spaniern jedoch gestoppt. Besondere Beachtung fanden die beiden Spanier auch beim Landtagspräsidenten. Und das haben sie, wie sie im Gespräch mit unserer Redaktion berichten.

Allein beim Wetter habe man Abstriche machen müssen. In Zukunft zieht es jedoch beide wieder in ihre Heimat. Der Prüfungsbeste Lopez will hingegen noch etwas bleiben. Auch als Geselle kann man Meisterliches vollbringen. Das hat Ridder, der aus Bunde stammt, bewiesen. Ridders Gesellenstück war eine Schaltung für eine Torsteuerung, deren Motor er selbst wickeln musste.

Nachdem er damit den Kammersieg errungen hatte, wurde ihm angeboten, am Landesentscheid teilzunehmen. Ein wenig nervös sei er schon gewesen, als es für ihn nach Celle ging, um mit fünf weiteren Gesellen um den Landessieg zu ringen. Alle Gesellen bekamen dabei die gleiche Aufgabe, die keiner von ihnen zuvor kannte, erklärte Ridder.

Am Ende ging Ridder erneut als Sieger hervor. Bei dieser Prüfung unterscheidet sich Niedersachsen übrigens von anderen Bundesländern, wie der Geschäftsführer von Tennie, Michael Lotz, ergänzte. Denn nur in Niedersachsen müssen die Gesellen sich noch einmal einer neuen Aufgabe stellen, wohingegen andernorts das Gesellenstück einfach neu bewertet würde. Als Landessieger hatte Ridder die Berechtigung erworben, auch auf Bundesebene anzutreten.

Ein ganzes Wochenende lang dauerte die Deutsche Meisterschaft im E-Handwerk, bei der die Prüflinge laut Ridder nicht nur praktisch geprüft wurden. Zurzeit arbeitet der Elektrotechniker bei seinem Ausbildungsbetrieb als Angestellter. Doch für Ridder ist das nächste Ziel schon klar: Er hat unter anderem den Landeswettbewerb in seinem Fach, der Elektrotechnik, gewonnen.

Da ein erheblicher Anteil der Aufträge aus der Industrie kommt, seien die Handwerker eben auch von der Entwicklung dieser abhängig. Positiv hervorzuheben ist Voss zufolge der Geschäftsklimaindex. Die Umsätze, das Beschäftigungsniveau sowie die Auftragseingänge seien dabei gestiegen. Das Vorjahresniveau bezüglich der Lehrlinge wurde ebenfalls gehalten.

Im Bereich Aschendorf-Hümmling würden derzeit Lehrlinge ausgebildet. Das sei allerdings ein Rückgang um fast fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hier wird gemeinsam an einem Strang gezogen. In Kooperation mit der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte in Papenburg, der Volkshochschule, aber auch den Berufsbildenden Schulen seien verschiedene Modelle an den Start gebracht worden, durch die Integration gestaltet werden soll.

Man müsse diese Projekte langfristig angehen, damit auch die Möglichkeit besteht, die Teilnehmer später in eine Ausbildung zu übernehmen. Ein weiteres Projekt, das Gerdes vorstellte, war das e-Learning.

Auch der Dozent sitzt an ganz anderer Stelle. Die Auftragsbücher der Betriebe sind randvoll. In der Baubranche boomt es, auch im Emsland.