Erdölindustrie


Neues aus der Fachliteratur Treibhausgase senken, alternative Energien fördern, ökologisch leben — die Weltgemeinschaft ringt um gemeinsame Klimaziele. Nur sind diese nicht besonders wahrscheinlich. Antarktisches Klima hat natürlichen Schwankungsbereich noch nicht verlassen.

Weltgeschehen


In den meisten Staaten, insbesondere in den Schwellenländern, ist eine positive Entwicklung in den Bereichen Produktion und Konsum festzustellen; diese Tendenzen dürften sich auch in den kommenden Jahrzehnten fortsetzen.

Wo dies nicht geschieht, ist laut dem Zukunftsforscher Matthias Horx eine Vielzahl von Ursachen dafür verantwortlich - nicht aber die Globalisierung bzw.

Insbesondere wegen des starken Wachstums in Asien sind seit die Einkommen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung deutlich gestiegen Bericht zur weltweiten Ungleichheit So haben die weitgehend erfolglosen politischen und militärischen Interventionen der USA und ihrer europäischen Verbündeten im Nahen und Mittleren Osten, in Nordafrika, in Ex-Jugoslawien und in der Ukraine gezeigt, wie begrenzt der Einfluss der alten Mächte ist. Ferner hat die Finanz- und Wirtschaftskrise, die im Jahr begann, das Vertrauen der Menschheit in die freie Marktwirtschaft bzw.

Zudem werden ihre Handlungsspielräume immer mehr durch die Staatsverschuldung begrenzt: Laut der Staatsschuldenuhr von boerse. Für Oktober wird eine Verschuldung pro Person prognostiziert von So gilt es als unwahrscheinlich, dass die europäischen Staaten, Japan und die USA in den nächsten Jahren ihre Schulden abbauen können, da die Rentenausgaben und Gesundheitskosten aufgrund der Alterung der Bevölkerung rasant ansteigen werden.

Sie können aber auch ihre Schuldenberge nicht immer weiter erhöhen - deshalb ist mit neuen Schuldenkrisen zu rechnen. Hinzu kommt, dass die Finanzpolitik der EZB es den süd- europäischen Staaten erleichtert, neue Schulden aufzunehmen und notwendige Wirtschaftsreformen zu verschieben.

Zudem werden auf diese Weise ineffiziente Unternehmen am Leben erhalten, scheint es zu neuen Blasenbildungen z. Sie litten unter Niedrigzinsen, veralteten Geschäftsmodellen und maroden Krediten. Einige Monate später wurde berichtet, dass alleine die italienischen Banken auf faulen Krediten in Höhe von Mrd. Euro sitzen würden, was einem Fünftel der Wirtschaftsleistung von Italien entspräche. Dasselbe gelte für Schwellenländer - z. So könnte es in naher Zukunft weitere Finanz- und Eurokrisen geben - und eine "brutale" Neubewertung von Vermögen.

Sie gehen davon aus, dass dem Finanzsektor weitere Krisen bevorstehen, dass das Wirtschaftswachstum niedrig bleiben wird, dass Steuern und Abgaben steigen werden z. Anstatt auf die neuen Herausforderungen zu reagieren, das Finanz- bzw. Im Gegensatz zu Europa und Japan verlaufe die demographische Entwicklung positiv z. Auch verlaufe die wirtschaftliche Entwicklung wieder recht positiv, zumal die USA bei Zukunftstechnologien führend seien.

Zudem ist das Land dank Fracking immer weniger auf Öl- und Gasimporte angewiesen, sind die Energiepreise gefallen. In den letzten Jahrzehnten hat die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft stark zugenommen. Gleichzeitig werden die Reichen immer reicher, gibt es immer mehr arme Menschen.

Die Arbeitslosenquote in den USA wird auch in den kommenden Jahren recht hoch bleiben - mitbedingt dadurch, dass die Zahl der Stellen für wenig qualifizierte Arbeitnehmer zurückgehen wird.

Hingegen werden weiterhin Arbeitskräfte mit natur- wissenschaftlichen und technischen Abschlüssen gesucht werden, aber auch Mitarbeiter für den Bildungs-, Gesundheits- und Pflegebereich. So können derzeit mehr als 1 Million Stellen mangels hoch qualifizierter Bewerber nicht besetzt werden - diese Zahl könnte bis auf 12 bis 14 Millionen anwachsen, da viele Wissenschaftler, Techniker und Ingenieure aus der "Babyboom"-Generation in Rente gehen werden.

Der Nachwuchs fehlt, weil in den letzten Jahren nur wenige Studenten diese Fachgebiete gewählt haben - sie studierten lieber Finanz- und Wirtschaftswissenschaften. Auch bleiben zu viele junge Amerikaner ohne Schul- bzw. Berufsabschluss; andere erwerben zu niedrige Qualifikationen.

Ähnliches gilt für Europa, Russland, Japan und Südkorea, wo die Situation noch durch die sinkenden Geburtenraten verschärft wird. Falls das Land aus Freihandelsabkommen austreten oder die Zölle stark erhöhen sollte, könnte dies den Welthandel beeinträchtigen und negative Folgen vor allem für Exportländer wie Deutschland, China, Südkorea oder Japan haben.

Europa wird laut dem Bericht "Global Trend " des National Intelligence Council in den kommenden Jahren wohl eine wichtige Wirtschaftsmacht bleiben, aber weder zu einem einflussreichen globalen Akteur - der mit einer Stimme spricht - noch zu einer Militärmacht werden. Hinzu kommt, dass der Brexit die EU auf Dauer schwächen wird.

Euro pro Jahr müssen nun von anderen Ländern übernommen oder eingespart werden. Die wirtschaftliche Entwicklung in Japan verlief lange Zeit eher schleppend und hat erst wieder zugelegt.

Allerdings ist das Bruttoinlandsprodukt zwischen und kaum gewachsen. Das reiche der Wirtschaft noch nicht einmal für ein Nullwachstum. China und Russland sind aufgrund ihrer militärischen, politischen bzw. Sie grenzen sich als autoritäre Staaten gegenüber den westlichen Demokratien ab und gehen ihren eigenen Weg. Wie die Besetzung der Krim zeigt, nimmt Russland sogar einen neuen "kalten Krieg" in Kauf, wenn es seinen Einflussbereich ausweiten kann.

China könnte nach Ansicht vieler Ökonomen bis zum Jahre das Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten erreichen. Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich China zu einem der bedeutendsten Industrieländer entwickelt - zur "Fabrikhalle der Welt": Im Jahr arbeiteten Millionen Erwerbstätige in der Industrie. Seit einiger Zeit entwickelt sich China weiter zu einer "Brutstätte" moderner Technologien: Google oder Amazon geworden.

Zudem kämpfen China und die Bundesrepublik Deutschland schon seit darum, wer für das jeweilige Jahr zum Exportweltmeister gekürt wird. Auch wird immer mehr für die Qualifizierung des Nachwuchses getan: So gibt es mehr als 2. Besonders viele Mittel werden in technische Studien investiert. Inzwischen veröffentlichen chinesische Forscher mehr wissenschaftliche Artikel und erhalten mehr Patente als ihre Kollegen in anderen Ländern.

Bis sollen bis Millionen Menschen - mehr als die Gesamtbevölkerung der USA - zusätzlich in die Städte ziehen; könnte die Stadtbevölkerung dann 1 Milliarde Menschen betragen. Derzeit wachsen die urbanen Regionen um 2 Milliarden Quadratmeter pro Jahr. Es gibt aber auch Hemmnisse für das weitere Wachstum Chinas: Dazu kommt eine zunehmende Alterung der Gesellschaft: Im Jahr wird das Medianalter 45 Jahre anstelle von jetzt 33 Jahre betragen; knapp ein Viertel der Chinesen wird dann älter als 65 Jahre sein.

So müssen in den kommenden Jahrzehnten die sozialen Sicherungssysteme ausgebaut werden, was die wirtschaftliche Entwicklung bremsen dürfte. Ferner könnten folgende Widersprüche einen weiteren Aufstieg Chinas hemmen: Einerseits will die Kommunistische Partei eine moderne Gesellschaft, andererseits aber keine Bürgerrechte. Sie will Technologien zur Modernisierung nutzen, gleichzeitig aber ihre Verwendung einschränken. China will Vorreiter auf dem Weg zur Wissensgesellschaft sein, aber zugleich den Informationsfluss kontrollieren.

Die Regierung möchte den Wohlstand mehren, lässt aber die Reichen reicher und die Armen ärmer werden. Die Bevölkerung wird weiterhin unterdrückt, rebelliert aber vor allem auf dem Land immer häufiger gegen die Benachteiligung der Bauern und Wanderarbeiter.

Korruption ist weit verbreitet; das Rechtssystem funktioniert nicht. So glauben einige Zukunftsforscher wie z. George Friedman, dass China in den kommenden Jahrzehnten weltpolitisch an Bedeutung verlieren oder sogar zerfallen könnte. Derzeit gibt es Universitäten mit ca. Unklar ist jedoch, ob in Indien die ökonomische Entwicklung mit dem Bevölkerungswachstum mithalten kann.

Schon jetzt ist Armut weit verbreitet: Zudem wird das Land immer wieder von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Dürren heimgesucht, die durch den Klimawandel noch häufiger auftreten und zu mehr Opfern führen dürften. Weitere Risikofaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung sind z. Umweltverschmutzung, die ineffiziente Bürokratie, das gespannte Verhältnis zu Pakistan sowie die vielen religiösen und ethnischen Konflikte, die oft mit Gewalt ausgetragen werden oder mit terroristischen Anschlägen verbunden sind.

Brasilien, Argentinien und einige andere lateinamerikanische Staaten haben dank des Rohstoff-Booms und des guten Absatzes landwirtschaftlicher Produkte einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, von dem alle gesellschaftlichen Gruppen profitierten. Zugleich führten linksgerichtete bzw. Jedoch wurde nur wenig in Bildung, Forschung und die Förderung moderner Wirtschaftszweige investiert.

So ist die skizzierte positive Entwicklung in vielen Ländern ins Stocken geraten - oder hat sich sogar zum Negativen gewendet -, zumal die Einnahmen aus Rohstoffen seit dem Abflachen des Booms stark gesunken sind und die Staatsverschuldung kaum noch ausgeweitet werden kann. Staaten, deren Reichtum vor allem auf ihren Erdölvorkommen beruht, wird zumeist eine eher negative Zukunft prognostiziert: Da die Erdölproduktion in den kommenden Jahren zurückgehen wird, werden viele dieser Staaten ihre Haupteinnahmequelle verlieren.

Insbesondere in Ländern wie Saudi-Arabien, in denen die Bevölkerung stark wächst und wo schon jetzt die Arbeitslosenquote sehr hoch ist, würde dann der Lebensstandard stark sinken. Unruhen oder gar Bürger- Kriege könnten die Folge sein. Um das Letzte aus ihren Erdölquellen herauszuholen, werden viele Länder mit einer verstaatlichten Erdölindustrie die Hilfe westlicher Unternehmen benötigen. Dies könnte die anti-westliche Stimmung im Mittleren Osten - aber z.

Während in den Schwellenländern und einigen anderen Staaten der Dritten Welt die "Aufholjagd" begonnen hat - verbunden mit einem ungehemmten Wirtschaftswachstum -, werden hingegen die anderen Entwicklungsländer zunehmend marginalisiert.

Hier können Landwirte, Handwerker und Fabriken ihre Produkte nicht mehr absetzen, weil die Märkte mit billiger - und oft subventionierter - Ware aus entwickelten Ländern überschwemmt werden.

In vielen Entwicklungsländern können Unternehmen nahezu ungehindert Menschen in "Sweatshops" ausbeuten oder sich Bodenschätze aneignen. Auch wird in sie kaum investiert: In vielen Entwicklungsländern sind die meisten Menschen noch in der Landwirtschaft tätig.

Oft produzieren sie nur für den eigenen Bedarf, da die nächsten Märkte zu weit entfernt sind. Zumeist mangelt es an landwirtschaftlichen Maschinen, Kunstdünger und Pflanzenschutzmitteln. Aber auch in Städten ist die Infrastruktur oft unzureichend. Die deshalb auch unter der Bezeichnung abiotische oder abiogenetische Hypothesen zusammengefassten Ansätze gehen überdies davon aus, dass es sich bei Erdöl und Erdgas nicht um fossile Energieträger handelt, sondern um juvenile und regenerative Energieträger.

Frühe moderne abiogenetische Thesen wurden im Während Mendelejew annahm, dass das Erdinnere aus Eisencarbid bestehe, das mit Grundwasser zu Kohlenwasserstoffen reagiere, postulierten Humboldt und Gay-Lussac, dass Kohlenwasserstoffe aus vulkanischen Quellen stammten.

In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts lassen sich zwei Schulen unterscheiden: Beiden Schulen gemein ist, dass sie den Ursprung der Kohlenwasserstoffe im oberen Erdmantel verorteten, von wo aus diese entlang tiefreichender Störungen , wie sie beispielsweise in Grabenbrüchen auftreten, in die oberen Bereiche der Erdkruste einwanderten.

Hinzu kam, dass aus der Präsenz organischer Verbindungen in Chondriten und dem Nachweis geringer Mengen von kurzkettigen n-Alkanen Methan, Ethan, Propan, Butan in ultramafischen Gesteinen geschlossen wurde, dass im Erdinneren ein stark reduzierendes chemisches Milieu herrsche, das die Bildung von Kohlenwasserstoffen generell erlaube.

Jahrhunderts wurde von der nächsten Generation der Verfechter der russisch-ukrainischen Hypothese Jack F. Kenney, Wladimir Kutscherow zudem ins Feld geführt, dass einerseits die Umwandlung von Methan in längerkettige n-Alkane nach den Gesetzen der Thermodynamik nur unter den Druck- und Temperaturbedingungen des oberen Mantels günstig sei, andererseits die Umwandlung sauerstoffhaltiger organischer Verbindungen, wie Kohlenhydrate , die Hauptbestandteile pflanzlicher Biomasse, in längerkettige n-Alkane nach den Gesetzen der Thermodynamik generell ungünstig sei.

Einer Arbeitsgruppe um Kutscherow gelang zudem der experimentelle Nachweis, dass Methan unter den Druck- und Temperaturbedingungen des oberen Mantels teilweise zumindest in kurzkettige höhere n-Alkane überführt wird.

Das vermutlich wichtigste Argument gegen die abiogenetischen Thesen ist, dass der obere Mantel sehr wahrscheinlich kein reduzierendes, sondern ein schwach oxydierendes chemisches Milieu aufweist. Das Mengenverhältnis der verschiedenen Kohlenstoffverbindungen in Fluideinschlüssen in Mantelgesteinen zeigt, dass Kohlenstoff im oberen Mantel, wenn nicht in Reinform als Diamant , dann weit überwiegend in Form von Kohlendioxid bzw. Karbonat vorliegt, und dass er auch in dieser Form in die obere Kruste und an die Erdoberfläche gelangt.

Überdies erfolgt der Transport des Kohlendioxids nicht als reines Gas bzw. Fluid, sondern stets gelöst in aufdringendem Magma.

Die Präsenz wirtschaftlich förderbarer Kohlenwasserstoffvorkommen in Kristallingesteinen lässt sich mit modernen, erst in den er Jahren entwickelten Modellen zur Migration von Fluiden in Krustengesteinen erklären. Hierbei spielt die Permeabilität der Kristallingesteine eine entscheidende Rolle. Ausreichend geklüftetes, relativ oberflächennah liegendes Kristallin im Randbereich eines Sedimentbeckens kann demnach sehr wohl als Speichergestein geeignet sein für biogenetisch entstandene Kohlenwasserstoffe, die aus tief versenkten Muttergesteinen in zentraleren Beckenbereichen stammen.

Auch besagt die biogenetische Hypothese, dass sich Erdöl und Erdgas nicht aus frischer, sondern aus bereits teilweise biotisch, teilweise diagenetisch veränderter Biomasse bilden, sogenannten Kerogenen. Insbesondere in diagenetisch veränderten, ursprünglich biomassereichen marinen Sedimenten , den wahrscheinlichsten Kandidaten für Erdölmuttergesteine, ist das Verhältnis von Sauerstoff zu Kohlenstoff wesentlich kleiner als das Verhältnis von Wasserstoff zu Kohlenstoff, sodass in diesen Sedimenten durchaus thermodynamisch günstige Bedingungen für die Entstehung von Kohlenwasserstoffen herrschen.

Nicht zuletzt sprechen auch Isotopenverhältnisse für die biogenetische These. Die von Kenney, Kutscherow und einigen wenigen weiteren Wissenschaftlern vertretene Ansicht, dass Erdöl- und Erdgaslagerstätten primär das Resultat der vertikalen Migration dynamic fluid injection juveniler Kohlenwasserstoffe aus dem Erdmantel in die obere Kruste seien, und den daraus folgenden Schluss, dass Erdöl und Erdgas keine endlichen Ressourcen seien, dass sich weitgehend ausgeförderte Lagerstätten sogar wieder auffüllten, entbehrt somit einer seriösen wissenschaftlichen Grundlage.

Grundlage für die Erdölsuche ist genaues Kartenmaterial. In bestimmten Gebieten z. Iran kann man Lagerformationen bereits an der Erdoberfläche mittels Luftbildkartierung erkennen. In Gebieten mit mächtiger Überdeckung der tieferen Schichten durch junge Formationen oder im Offshore-Bereich genügt dies nicht.

Auch lassen sich aus Luftfotos alleine keine genauen Gesteinstypen oder deren Alter bestimmen. Interessant sind Stellen, an welchen für darunterliegende Erdölvorkommen typisches Gestein an die Erdoberfläche tritt.

Dort werden kleine Gesteinsstücke abgeschlagen und mit einer Lupe bestimmt. Die gezielte Suche nach Erdöl- und Erdgasvorkommen bezeichnet man als geophysikalische Prospektion.

Das sichere Aufspüren im Untergrund verborgener Strukturen, in denen sich Öl und oder Erdgas angesammelt haben können, ist in den letzten Jahrzehnten zur wichtigsten Voraussetzung einer erfolgreichen Suche nach Kohlenwasserstoffen Sammelbegriff für Erdöl und Erdgas geworden.

So tritt aus seicht liegenden Lagerstätten ständig Erdöl in geringen Mengen aus. Ein Beispiel dafür ist die seit dem Jahrhundert bekannte, aber mittlerweile versiegte St. Die Suche nach tief liegenden Ölvorkommen erfolgte früher durch eine eingehende Analyse der geologischen Verhältnisse eines Landstrichs. In der Folge wurden dann an ausgewählten Orten Probebohrungen niedergebracht, von denen ca.

Am Beginn der Erkundung steht das Auffinden von Sedimentbecken. Das geschieht häufig durch gravimetrische oder geomagnetische Messungen. Im nächsten Schritt kommt die Reflexionsseismik zum Einsatz. Dabei werden an der Erdoberfläche akustische Wellen erzeugt, die an den unterschiedlichen Bodenschichten reflektiert werden. Je nach Einsatz an Land oder im Wasser werden unterschiedliche Verfahren verwendet. In der marinen Seismik werden die seismischen Wellen mit Airguns erzeugt. Die Aufzeichnung der Wellen erfolgt mit Hydrophonen , die entweder am Meeresboden ausgelegt oder hinter einem Schiff an der Meeresoberfläche im Schlepp gezogen werden.

Aus den Laufzeiten und Charakteristiken der reflektierten Signale lassen sich Schichtenprofile errechnen. In der frühen Phase der Prospektion werden 2-D-Messungen durchgeführt, in deren Ergebnis man Schichtenprofile entlang von sich kreuzenden Messlinien erhält.

Basierend auf den seismischen Daten werden nun auch erste Erkundungsbohrungen getätigt. Im nächsten Schritt werden in ausgewählten Gebieten seismisch 3-D-Messungen durchgeführt. Hierbei werden die Punkte zum Erzeugen und Messen seismischer Wellen so ausgelegt, dass man ein dreidimensionales Bild der Gesteinsschichten erhält.

In Kombination mit bohrlochgeophysikalischen Messdaten kann nun ein quantitatives Modell der Erdöl- oder Erdgasreserven sowie ein Plan für weitere Bohrungen und zur Förderung erstellt werden. Befindet sich eine Erdöllagerstätte nahe der Erdoberfläche, so kann das darin enthaltene, zu Bitumen verarmte Öl im Tagebau gewonnen werden. Aus tieferen Lagerstätten wird Erdöl durch Sonden gefördert, die durch Bohrungen bis zur Lagerstätte eingebracht werden.

Nach Abschluss der Bohrarbeiten kann auch eine reine Förderplattform eingesetzt werden, Beispiel: Hierbei lösen sich Isotope des Radiums zusammen mit anderen Elementen im Tiefengrundwasser, das u. Das Lagerstättenwasser steigt bei der Erdölförderung zusammen mit Öl und Gas in den Förderleitungen zur Erdoberfläche auf. In den dabei entstehenden Krusten, die als engl.

In anderen zur Ölförderung eingesetzten Gerätschaften, z. Wasserabscheidern , finden sich die ausgefallenen Sulfate und Karbonate in Schlämmen, die überwiegend aus Schweröl und ungewollt mitgeförderten, feinen mineralischen Bestandteilen des Speichergesteins bestehen.

In Ländern, in denen deutlich mehr Öl oder Gas gefördert wird als in Deutschland, entstehen auch deutlich mehr Abfälle, jedoch existiert in keinem Land eine unabhängige, kontinuierliche und lückenlose Erfassung und Überwachung der kontaminierten Rückstände aus der Öl- und Gasproduktion.

Die Industrie geht mit dem Material unterschiedlich um: Dort hatte das Unternehmen Ashland Inc. An einigen dieser zum Bau von Zäunen oder Klettergerüsten genutzten Rohre traten Strahlendosen von bis zu Mikroröntgen pro Stunde auf, so dass die Grundschule und einige Wohnhäuser nach Entdeckung der Strahlung sofort geräumt werden mussten.

So wurde sie jeweils unmittelbar nach den beiden Weltkriegen auf 20 Jahre geschätzt. Trotz erheblich höherem Verbrauch und einer sehr dynamischen Wirtschafts- und Technikentwicklung ist sie danach jeweils angestiegen. Nach einer Krise in den er Jahren wurde sie auf 25 Jahre angesetzt. Diese Konstanz der Reichweite wird auch mit dem Stichwort Erdölkonstante benannt. Weil aber mittlerweile die Kosten für die Förderung unkonventioneller Erdöllagerstätten, wie Ölsand oder Schweröl, so weit gesunken sind, dass sie annähernd im Bereich der Kosten der konventionellen Erdölförderung liegen, werden solche unkonventionellen Lagerstätten nunmehr den Ölreserven eines Landes hinzugerechnet.

Reserven nach Ländern für eine genaue Tabelle. Laut einem Arbeitsbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie aus dem Jahr bzw. Dies sei an einer veränderten Preiselastizität der Förderung ablesbar. Die Reserven, die geortet sind und mit der heute zur Verfügung stehenden Technik wirtschaftlich gewonnen werden können, haben in den letzten Jahren trotz der jährlichen Fördermengen insgesamt leicht zugenommen.

Während die Reserven im Nahen Osten , Ostasien und Südamerika aufgrund der Erschöpfung von Lagerstätten und unzureichender Prospektionstätigkeit sanken, stiegen sie in Afrika und Europa leicht an.

Für diesen Preissturz wurde von Fachleuten ein Angebotsüberhang verantwortlich gemacht. Nach der Rückkehr Irans auf den Markt im Januar und dem Kampf um die regionale Vormacht durch Saudi-Arabien in diesem Zusammenhang sowie wegen der nicht gedrosselten Förderung Russlands war absehbar, dass das Überangebot bei einem Preis um mittlerweile 50 Dollar noch eine gewisse Zeit vorhalten würde.

In Österreich obliegt der Erdöl-Lagergesellschaft diese Aufgabe. Bei einem täglichen Verbrauch auf dem gegenwärtigen Niveau von ca. Barrel [40] ergibt sich bei ,9 Mrd. Barrel eine Laufzeit von etwa 51 Jahren. Denn anders als aus einem Tank können den Erdöllagerstätten nicht beliebige Mengen an Öl pro Tag Förderrate entnommen werden.

Vielmehr gibt es eine maximal mögliche Förderrate, die häufig dann erreicht ist, wenn die Quelle etwa zur Hälfte ausgebeutet ist.

Danach sinkt ihre Förderrate physikalisch bedingt ab. Ein ähnliches Verhalten wird von vielen Experten auch für die Ölförderung der Welt angenommen: Rein rechnerisch ist zu diesem Zeitpunkt zwar noch genug Öl vorhanden , um den jeweils aktuellen Tagesverbrauch zu decken, auch wenn dieser im Vergleich zu heute sogar noch steigt, doch das Öl kann nicht hinreichend schnell aus den Lagerstätten gefördert werden und steht somit der Wirtschaft nicht zur Verfügung.

Die Endlichkeit der Ressource Erdöl macht sich bereits lange vor dem Ablauf ihrer Reichweite bemerkbar. Daher unterstellen Kritiker diesen Zahlen eine Verfälschung.

Vielen OPEC -Förderländern wird auch unterstellt, die Reserven zu optimistisch anzugeben, da die zugeteilten Förderquoten abhängig von den gemeldeten Reservemengen sind. Die wichtigsten Erdölförderländer sind gegenwärtig Stand Saudi-Arabien Die meisten Reserven wurden in den er-Jahren entdeckt. Ab Beginn der er-Jahre liegt die jährliche Förderung bei 30,4 Milliarden Barrel 87 Millionen Barrel pro Tag Verbrauch im Jahr [45] — über der Kapazität der neu entdeckten Reserven, sodass seit dieser Zeit die vorhandenen Reserven abnehmen.

Deshalb wird von einigen Experten mit einem globalen Fördermaximum zwischen und gerechnet. Kenneth Deffeyes , Colin J. Campbell und Jean Laherrere befürchten, das Maximum sei bereits vor erreicht worden. Zunehmend kritische Analysen gab es von der Britischen Regierung, [46] vom U. Joint Forces Command, [48] in denen schon kurzfristig drohende Mangelszenarien geschildert wurden.

Die britische Regierung reagierte damit offensichtlich auf die Tatsache, dass Englands Ölreichtum seit ständig zurückging und vom Erdölexporteur zum Importeur wurde. Während in den er Jahren private westliche Ölkonzerne noch knapp 50 Prozent der weltweiten Ölproduktion kontrollierten, [52] hat sich dieser Anteil auf weniger als 15 Prozent verringert. Experten [52] halten einen Mangel an Öl nicht für gegeben, es handele sich um eine Krise im Zugang zu fortgeschrittener Technologie der Multis bzw.

Erdöl wird weltweit über weite Entfernungen transportiert. Der Transport von den Förderstätten zu den Verbrauchern geschieht auf dem Seeweg mit Öltankern , über Land überwiegend mittels Rohrleitungen Pipelines. Bekannt wurde vor allem die Havarie der Exxon Valdez vor Alaska. Über mehrere Monate trat Rohöl aus, insgesamt über Auch das Mississippi-Delta war davon betroffen. Der Anteil des Erdöls am Primärenergieverbrauch liegt bei ca.

Verbrauch für detaillierte Angaben. Die Steigerung ist auf einen stark zunehmenden Ölverbrauch in den aufstrebenden Schwellenländern wie China, Indien oder Brasilien zurückzuführen. In den Industrieländern ist der Verbrauch dagegen trotz eines weiter wachsenden Bruttoinlandsprodukts seit langem rückläufig, d.

Dennoch ist der Pro-Kopf-Verbrauch in den Industrieländern immer noch deutlich höher als in den Schwellenländern. Über den stetigen Rohölzufluss hinaus wurden allerdings zusätzlich nochmals 29,1 Millionen Tonnen Ölfertigprodukte insbesondere aus Rotterdam importiert.