Versicherungsvermittler /in und -berater /in


Minderwertigkeitskomplexe seien eine Macke, ein psychisches Problem.

Wettbewerb und Kooperation im US-Föderalismus


Oder in diesem Fall ein gefragtes Talent. Keine Frage, im Vorstellungsgespräch geht es darum, von sich zu erzählen, eine gelungene Selbstpräsentation zu absolvieren und zu beweisen, dass man perfekt zur Stelle passt.

Reden ist allerdings nur Silber — und Schweigen zuweilen Gold. Das gilt immer dann, wenn Sie mit Ihren Aussagen schlafende Hunde wecken — also im Subtext mehr verraten als Sie gerade sagen wollen. Und entgegen der landläufigen Meinung gibt es — hierbei — durchaus dumme Fragen.

Ja, sogar Fragen, die veritable Zweifel am Kandidaten schüren. Dazu zählen zum Beispiel: Ihre Intention mag sein, Interesse am Unternehmen zu zeigen und ein Gespräch aufbauen zu wollen. Was aber ankommt, ist: Sie sind überhaupt nicht vorbereitet. Es ist Ihre Hausaufgabe als Bewerber, sich über das Unternehmen vorab zu informieren, insbesondere was dieses macht. Wer diese Frage stellt, disqualifiziert sich daher sofort. Warum fragen Sie danach, wenn Sie im Vorstellungsgespräch alles Wissenswerte erzählen und nichts zu verbergen haben.

Eine solche Frage kann nur zu einer Gegenfrage führen: Die Frage ist vermutlich gedacht als Auftakt zur Selbstpräsentation oder als fishing for compliments. Doch gut gemeint, ist nun mal der kleine Bruder von Blödsinn.

Und in dem Fall wirkt es leider, als hätten Sie selbst nicht damit gerechnet — was wiederum nicht unbedingt zu einem Top-Talent passt. Deshalb sollten Sie die verwandte Frage auch nie einem Headhunter stellen: Sie sitzen im Vorstellungsgespräch, haben den Arbeitsplatz also noch gar nicht — und fragen schon nach Urlaub?

Gewiss, die Frage ist grundsätzlich legitim. Die können Sie aber auch noch am ersten Tag im neuen Job und in der Personalabteilung stellen. So aber wirkt das alles andere als motiviert oder leistungswillig.

Für den Fall dass Sie bereits einen Urlaub gebucht und bezahlt haben, ist das Vorstellungsgespräch dennoch der falsche Ort , um darüber zu sprechen. Das können Sie tun, nachdem man sich für Sie entschieden hat und Ihnen einen Arbeitsvertrag vorlegt. In dieselbe Kategorie fällt übrigens auch die Frage: Welche Dinge führen bei Ihnen zu einer Kündigung?

Jemanden noch vor der Einstellung auf den Gedanken zu bringen, Sie feuern zu müssen, ist strategisch nicht besonders weitsichtig. Und wer sich jetzt schon darüber Sorgen macht, hat womöglich Arges im Sinn…. Auch hier ist es so: Sie haben den Job noch nicht einmal in der Tasche und machen sich schon Gedanken, was Sie während der Arbeitszeit anderes tun können.

Das verrät nicht gerade einen Leistungsträger in spe, oder? Ein schöner Firmenwagen, Bonuszahlungen, Aktienpakete oder andere Zusatzleistungen sind für Arbeitnehmer ein schöner Anreiz, doch im Vorstellungsgespräch sollte Ihr Augenmerk darauf liegen, Personalern zu zeigen, was Sie für das Unternehmen leisten können. Mit der Frage nach zusätzlichen Leistungen tun Sie das eher nicht.

Es ist zwar verständlich, dass Sie am liebsten sofort wissen würden, ob es mit dem Job geklappt hat. Dennoch ist Ungeduld im Jobinterview ein dickes Minus. Erstens können Ihnen Personaler jetzt noch nichts dazu sagen, weil sie noch weitere Jobinterviews führen; zweitens klingt die Frage alles andere als selbstbewusst.

Sie signalisieren eher wieder Unsicherheit und Zweifeln an der eigenen Eignung. Fragen Sie lieber nach dem weiteren Verlauf des Auswahlprozesses oder wann Sie mit einer Rückmeldung rechnen können. Damit zeigen Sie Interesse und erhalten wichtige Informationen, wann Sie frühestens nachfassen können.

Das Prinzip dahinter sollte schon jetzt klar sein: Alle Fragen, die eine andere Motivation als die für den Job durchblicken lassen oder aber andeuten, dass Sie etwas im Schilde führen könnten, sind tabu.

Interessieren Sie sich lieber für die Herausforderungen des Jobs , für die Stelle im Besonderen, die Kollegen und den Chef und was man von Ihnen in den ersten Monaten erwartet. Für alles andere mag es ein berechtigtes Interesse geben — das finden Sie aber auch später noch informell unter Kollegen und auf dem kleinen Dienstweg heraus. Ins Vorstellungsgespräch gehört es aber nicht. Nachbereitung nicht vergessen Das Ende des Vorstellungsgesprächs bedeutet nicht, dass Sie nichts mehr tun können, um die Chancen auf den Job zu erhöhen.

Neben der Vorstellungsgespräch Vorbereitung und Durchführung ist die Zeit nach einem Jobinterview die dritte wichtige Phase, um Personaler zu überzeugen, einen guten Eindruck zu verstärken oder eine unglückliche Formulierung zu korrigieren. Diese Tipps zeigen Ihnen, was Sie nach dem Bewerbungsgespräch machen können: Bevor Sie das Vorstellungsgespräch verlassen, sollten Sie klären, wie es weitergeht. Besonders wichtig ist die Information, wie lange der Auswahlprozess dauern wird.

So erhalten Sie gleichen einen Anhaltspunkt, zu welchem Zeitpunkt Sie noch einmal nachfassen können, wenn Sie noch keine Antwort erhalten haben. Wie zufrieden sind Sie mit Ihren Antworten? Konnten Sie den Personaler überzeugen oder würden Sie nach dem Jobinterview einen Punkt gerne klarstellen? Die Reflextion im Anschluss an das Vorstellungsgespräch hilft, für mögliche weitere Gespräche hinzu zu lernen.

Ein Dankschreiben kann den positiven Eindruck, den Sie im Vorstellungsgespräch hinterlassen haben, noch einmal verstärken. Bedanken Sie sich für die Einladung zum Gespräch, die Zeit, die der Personaler Ihnen gegeben hat, und die Möglichkeit, das Unternehmen besser kennenzulernen. Gleichzeitig können Sie erwähnen, dass das Jobinterview Ihren Wunsch, für das Unternehmen zu arbeiten, noch einmal bestärkt hat und Sie sich darauf freuen, vom Personaler zu hören.

Solange Sie noch unterschriftsreifen Arbeitsvertrag vorliegen haben, sollten Sie Ihre Jobsuche weiterführen und sich auch auf andere Stellen bewerben. Tatsächlich geht es eher darum, sich die zahlreichen psychologischen Effekte bewusst zu machen , die auf Vorstellungsgespräche einwirken, ohne dass wir dies bemerken und uns dann wundern, warum wir den Job nicht bekommen. Wem sie klar sind, der kann negative Folgen verhindern oder derlei Psychoeffekte gezielt zu seinen Gunsten nutzen — ohne deswegen gleich mit dem Geist seines Gegenübers Tango zu tanzen:.

Wenn man Sie zum Vorstellungsgespräch einlädt, wird man Ihnen mindestens einen Termin und ein bis zwei Alternativen vorschlagen. Ungünstig sind Montage und Freitage: Montags klingt vielleicht noch ein lausiges Wochenende nach oder der Personaler hat den Montagsblues ; freitags sind viele ab 12 Uhr gedanklich schon wieder im Wochenende.

Beides keine guten Voraussetzungen für eine Einstellung. Zudem hat die Psychologin Wändi Bruine de Bruin von der Carnegie Mellon Universität herausgefunden, dass beispielsweise Juroren bessere Noten vergeben, je weiter der Wettbewerb voranschreitet. Der Effekt wirkt sogar unabhängig davon, ob die Noten während des Wettbewerbs oder erst am Schluss vergeben werden. Das ist auf das Bewerbungsgespräch übertragbar: Beim ersten Kandidaten hat der Interviewer noch keine Vergleichsmöglichkeiten, beim zweiten ist er aufmerksam und kritisch, wird aber milder und müder , je näher er dem Auswahlende kommt.

Versuchen Sie also möglichst einen Termin am Mittwoch oder Donnerstag zu vereinbaren. Die Woche ist dann fast vorbei, um 10 sind aber alle auch Sie noch frisch und der Mittagshunger drückt auch nicht auf die Stimmung. Gemeint ist vielmehr, diese gedanklich als Konkurrenten um den Job zu ignorieren.

Denn je mehr Mitbewerber es gibt, desto weniger strengen sich Bewerber im Jobinterview an. Den einen erzählten sie, sie würden gegen neun Mitbewerber antreten, den andern sagten sie, sie hätten 99 Konkurrenten.

Wer sich einer kleineren Wettbewerberzahl gegenüber sah, schaffte den Test in 29 Sekunden; wer hypothetisch gegen 99 Kommilitonen antrat, brauchte 33 Sekunden länger. Setzen Sie optische Gemeinsamkeiten ein. Beispielsweise durch die Farben von Accessoires Krawatte, Tuch, Tasche oder Ihrer mitgebrachten Bewerbungsmappe, die Sie vor sich auf den Tisch legen und die der Unternehmensfarbe entsprechen.

Suggerieren Sie unterschwellig Zugehörigkeit. Je ähnlicher uns ein Mensch ist — in Aussehen, Kleidung, Körpersprache, Wortwahl — desto sympathischer finden wir ihn.

Derselbe Effekt funktioniert allerdings auch anders herum — und führt dann zu spontaner Antipathie. Das Phänomen ist auch bekannt als Horn-Effekt.

Das Gegenteil dazu ist übrigens der Halo-Effekt: Eine herausragende Leistung oder Eigenschaft Attraktivität, Redegewandtheit überstrahlt alles andere und führt zu einem positiven Urteil. Das klingt nach Schleimen — und ist es zum Teil auch. Das wirkt aber erst anbiedernd, wenn die Lobhudelei übertrieben wird und unbegründet bleibt. Dazwischen gibt es durchaus angenehme Abstufungen.

Wer die Kunst des Lobens beherrscht, schlägt jeden Selbstdarsteller im Vorstellungsgespräch. Das haben US-Forscher herausgefunden. Seine Stärken aufzuzeigen, ist zwar nicht schlecht. Erfolgreicher aber waren Bewerber, die Komplimente machten, Gemeinsamkeiten fanden und diese subtil ins Gespräch einbauten.

Recherchieren und erwähnen Sie also ruhig so etwas wie, dass Sie dieselbe Uni wie der Personaler besucht haben oder das gleiche Hobby pflegen. Google, Linkedin und Xing liefern oft gute Informationen dazu. Verbalisieren Sie Ihre Nervosität. Trauen Sie sich zu dieser vermeintlichen Schwäche zu stehen — sie ist keine.

Es ist normal, dass man in einer solchen Situation nervös und aufgeregt ist, das zeigt doch nur, dass man die Stelle wirklich will. Wer beim Vorstellungsgespräch eine zu coole Fassade aufsetzt, bekommt den Job nicht. Sogenannten Gefühlsunterdrückern mangelt es an Empathie.

Entsprechend konnten sie in einer belastenden Situation schlechter auf ihre Gesprächspartner eingehen oder reagieren verzögert. Dosierte Emotionsregulierung ist die bessere Entscheidung: Wer sich zum Beispiel klar macht, dass er im Jobinterview nichts zu verlieren hat, wertet den Termin positiv und schöpft so sein volles Leistungspotenzial aus.

Sie wollen ein flammendes Plädoyer für sich starten, doch irgendwie ist Ihnen das peinlich. Selbstmarketing klingt so schrecklich unbescheiden. Also beginnen Sie mit: Forscher der Eastern Universität in Washington fanden heraus: Die Personengesellschaft selbst kann nicht Träger der Ausnahme von der Erlaubnispflicht sein!

Bei OHGs und KGs muss zudem neben den geschäftsführenden Gesellschaftern zusätzlich ein Versicherungsnachweis für die Gesellschaft selbst eingereicht werden. Produktakzessorische Versicherungsvermittler sind verpflichtet, Personen, die in leitender Position für die Vermittlung oder Beratung verantwortlich sind, unverzüglich nach Aufnahme ihrer Tätigkeit zu melden und diese in das Vermittlerregister eintragen zu lassen.

Des weiteren müssen Sie als produktakzesorischer Versicherungsvermittler sicherstellen, dass Ihre unmittelbar bei der Vermittlung oder Beratung mitwirkenden Angestellten zuverlässig sind und über die für die Vermittlung der jeweilgen Versicherung sachgerechte Qualifikation verfügen.

Die Einstufung als produktakzessorischer Versicherungsvertreter oder produktakzessorischer Versicherungsmakler orientiert sich an der Tätigkeitsart des Auftraggebers. Handelt der produktakzessorische Vermittler im Auftrag eines Versicherungsvertreters mit Erlaubnis oder eines Versicherungsunternehmens, erfolgt die Ausnahme von der Erlaubnispflicht als Versicherungsvertreter.

Ist der Auftraggeber ein Versicherungsmakler mit Erlaubnis, erfolgt die Ausnahme von der Erlaubnispflicht als Versicherungsmakler. Wenn sich Ihr Auftraggeber ändert, kann sich dies auf Ihren Status als produktakzessorischer Versicherungsmakler oder als produktakzessorischer Versicherungsvertreter auswirken.

Wenn sich Ihr Status nach erfolgter Ausnahme von der Erlaubnispflicht verändert, teilen Sie uns dies bitte mit diesen Formularen mit: Bei den Antragsformularen wird zwischen dem Antrag einer natürlichen Person und dem Antrag einer juristischen Person mit eigener Rechtspersönlichkeit z. Bei Personengesellschaften ohne eigene Rechtspersönlichkeit z.

Formulare für den Antrag auf Erlaubnis Regelverfahren und Registrierung: Antragsformular für natürliche Personen Antragsformular für juristische Personen Checklisten: Welche Unterlagen müssen Sie einreichen? Sie können Ihren ausgefüllten und unterschriebenen Erlaubnisantrag hier online pdf-Format einreichen. Formulare für den Antrag auf Erlaubnis vereinfachtes Verfahren und Registrierung: Antragsformular für natürliche Personen vereinfachtes Verfahren Antragsformular für juristische Personen vereinfachtes Verfahren Zur Online-Antragstellung: Zum Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung legen Sie bitte eine Bestätigung Ihres Versicherungsunternehmens vor, deren Wortlaut folgenden Mustern entspricht: Beiblatt zur Angabe weiterer gesetzlicher Vertreter juristischer Personen Beiblatt zur Angabe weiterer Personenhandelsgesellschaften.

Versicherungsberater, die den für die Erlaubniserteilung notwendigen Sachkundenachweis nicht in eigener Person erbringen können oder wollen, haben die Möglichkeit der Delegation auf sachkundige Angestellte. Dafür reicht es aus, dass der Nachweis der Sachkunde durch eine angemessene Zahl von natürlichen Personen erbracht wird,. Des weiteren müssen Sie als der Erlaubnisinhaber sicherstellen, dass Ihre unmittelbar bei der Vermittlung oder Beratung mitwirkenden Angestellten zuverlässig sind und über die für die Vermittlung der jeweilgen Versicherung sachgerechte Qualifikation verfügen.

Versicherungsberater sind verpflichtet, Personen, die in leitender Position für die Beratung oder Vermittlung verantwortlich sind, unverzüglich nach Aufnahme ihrer Tätigkeit zu melden und diese in das Vermittlerregister eintragen zu lassen. Des weiteren müssen Sie als Erlaubnisinhaber sicherstellen, dass Ihre unmittelbar bei der Beratung oder Vermittlung mitwirkenden Angestellten zuverlässig sind und über die für die Vermittlung der jeweiligen Versicherung sachgerechte Qualifikation verfügen.

Sie müssen vielmehr ihr haftungsübernehmendes bzw. Das Versicherungsunternehmen teilt der Registerbehörde auf die Veranlassung des gebundenen Vermittlers die für die Eintragung erforderlichen Angaben mit. Geht man davon aus, dass es dem Erkenntnisvermögen nur ausnahmsweise gelingt, auf Anhieb die richtige Lösung eines Problems zu finden, so wird klar: Dass sich unter 16 Lösungsansätzen der richtige findet, ist mal wahrscheinlicher, als dass ein einziger flächendeckender Ansatz die Lösung bringt.

Bei einer Vielfalt von Lösungsansätzen ist der Schaden, der durch falsche Antworten in einigen Bundesländern angerichtet wird, wesentlich geringer als bei einer flächendeckend falschen Einheitslösung für die ganze Republik. All das gilt nur, wenn Wettbewerb unter den Bundesländern tatsächlich zugelassen ist. Und das ist leider keineswegs selbstverständlich.

Schon der Ausdruck "Wettbewerbsföderalismus" erzeugt reflexartige Abwehrreaktionen: Wenn es so wäre, wäre eine der grundlegenden Bestimmungen unserer Verfassung gegenstandslos: Es kommt auf das Mischungsverhältnis an.

Genau das ist in Deutschland in den vergangenen fünfeinhalb Jahrzehnten geschehen. Die Art, wie diese Autonomierechte nach und nach eingeschränkt und aufgegeben wurden, ist ein Paradebeispiel für einen falsch verstandenen "kooperativen Föderalismus". Das Kooperative an diesem Föderalismus war nämlich nicht so sehr die Zusammenarbeit unter den Ländern.

Die waren allerdings kein Linsengericht: Im Ergebnis hatte sich der Anteil der Gesetze, die nur mit Bundesratszustimmung erlassen werden können, versechsfacht Ohne Länderzustimmung läuft auf Bundesebene fast nichts; eigenverantwortlich bestimmen können die Länder auch fast nichts.

Die "Föderalismusreform I" vom Sommer hat einen Teil dieser Fehlentwicklungen korrigiert und den wildwüchsigen Kompetenzdschungel zwischen Bund und Ländern wenigstens ein Stück weit entflochten.

Die Länder haben Kompetenzen zurückerhalten, und wenn die Prognose stimmt, dass der Bund in Zukunft wieder deutlich mehr als die Hälfte seiner Gesetze ohne Länderzustimmung erlassen kann, dann ist das ein Fortschritt.

Ob damit auch eine Korrektur der hoffnungslos aus dem Gleichgewicht geratenen Balance zwischen Wettbewerb und obendrein falsch verstandener Kooperation im deutschen Föderalismus eingeleitet wurde, bleibt abzuwarten. Das muss nicht zu Lasten richtig verstandener Kooperation und Solidarität gehen. Vielleicht werden von ihren Fesseln befreite, erfolgreiche Länder sogar zu einer gewissen Dosis an freiwilliger Solidarität bereit sein.

Quellentext Musterentwurf für ein neues Strafvollzugsgesetz […] Wie viel Strafe muss sein? Wo immer in Deutschland ein schlimmes Verbrechen geschieht, rufen Bürger nach härteren Strafen, empfinden sie moderate Urteile als Verhöhnung der Opfer, halten sie Therapien für rausgeworfenes Geld. Darüber werden Landtage wohl schon bald streiten — Rationale gegen Populisten, Liberale gegen Scharfmacher.

Denn unter der Federführung von Berlin und Thüringen haben sich die Justizminister von zehn Ländern auf einen Musterentwurf für neue Strafvollzugsgesetze geeinigt. Sie würden das Leben hinter Gittern noch klarer auf die Resozialisierung jedes einzelnen Gefangenen ausrichten, die Skizze für eine Zukunft des effizienteren Strafens in Deutschland. Die Frage ist, ob die Gesetze so in Kraft treten werden. Seit ist der Strafvollzug in Deutschland vollständig Ländersache. In Schleswig-Holstein ist die Gefangenenrate niedrig, viele Straftäter werden ambulant betreut.

Berlin setzt im Gegensatz zu Bayern verstärkt auf offenen Vollzug, Bayern punktet dafür mit einer gutausgebauten Sozialtherapie, Baden-Württemberg mit seiner freien Straffälligenhilfe. Traditionell straft der Süden repressiver, der Norden moderater, ohne erkennbare Auswirkungen auf die Kriminalität.

Welches Bundesland den besten Strafvollzug hat, ist schwer zu sagen; es gibt nicht mal eine vergleichende Rückfallstatistik. Das Gesetz soll helfen, Haftstrafen zu verkürzen oder die Sicherungsverwahrung abzuwenden.

Es geht um einen humanen Vollzug, nicht aus Gefühlsduselei, sondern begründet mit einem rationalen Ziel: