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Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben. Wir freuen uns, wenn Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel verfassen. In der Praxis bewerten Unternehmen ihre Geschäftstätigkeiten oft danach, ob der erwartete Ertrag ausreicht, um die dafür erforderlichen Kapitalkosten zu decken hierzu siehe auch Geschäftswertbeitrag. Nur in einem Einperiodenmodell stimmen erwartete Renditen und Diskontierungszinssätze überein — nicht aber in einem Mehrperiodenmodell.

Fremdkapitalkosten sind die Kosten, die das Unternehmen an ein Kreditinstitut oder einen sonstigen Fremdkapitalgeber bezahlen muss, vor allem also Zinskosten für Kredite oder Anleihen, laufende Kosten, die aus Bürgschaften für Fremdmittel entstehen oder aus Rentenschulden.

Als Fremdkapitalkosten gelten auch die Erbbauzinsen oder Verwaltungskostenbeiträge. Diese Kosten sind in der Regel vertraglich geregelt und bekannt. Ihre Höhe und andere Konditionen Laufzeit, Tilgung etc. Es ist zu unterscheiden zwischen Fremdkapitalkostensatz und vertraglich vereinbarter Fremdkapitalverzinsung. Insolvenzwahrscheinlichkeit, sowie den Verlusten, die Gläubiger im Insolvenzfall erleiden. Bei den Eigenkapitalkosten handelt es sich nicht um tatsächliche Kosten, sondern um die erwartete Verteilung von Unternehmensgewinn an die Eigenkapitalgeber, also etwa die Aktionäre einer Aktiengesellschaft.

Sie erwarten einen Anteil vom Ertrag des Unternehmens, der üblicherweise als Kapitalrendite oder -zins bezeichnet wird. Das Eigenkapital wird aus dem Jahresüberschuss des Unternehmens nach Steuern bedient. Da die Höhe der Gewinnverteilung schwankt, beanspruchen die Anleger von Eigenkapital häufig einen Risikoaufschlag gegenüber dem möglichen Zins einer von ihnen nicht getätigten Investition in festverzinsliche Anlagen vgl. Zudem können Eigenkapitalkosten im Gegensatz zu Fremdkapitalkosten nicht steuerlich berücksichtigt werden.

Diese Punkte führen dazu, dass Eigenkapitalkosten meist höher angesetzt werden als Fremdkapitalkosten. Da der auf das Eigenkapital zu verteilende Gewinn nicht im Voraus feststeht, verwenden viele Unternehmen einen kalkulatorischen Zinssatz. Darüber hinaus ist die Ermittlung der Eigenkapitalkosten mithilfe des Kapitalgutpreismodells CAPM möglich, das alternative Investitionsmöglichkeiten der Eigenkapitalgeber sowie einen unternehmensspezifischen Risikofaktor berücksichtigt.

Wenn ein Unternehmen seinen Fremd kapitalgebern keine angemessene Verzinsung bieten kann, ist es nicht überlebensfähig. Daher muss jedes Unternehmen in seiner Geschäftstätigkeit mindestens die Kapitalkosten erwirtschaften. Das ist das, was ein Investor in jedem Fall bekommen kann. Dazu kommt dann noch ein Risikozuschlag , der sich am operativen und verschuldungsgradbedingten Risiko des betrachteten Unternehmens orientiert.

Die Höhe des Risikozuschlags liegt meistens zwischen 3 und 5 Prozentpunkten. Methodisch ist der Ansatz nicht viel anders zu beurteilen als der klassische kalkulatorische Zins. Nur dass dieser hierzulande in den Kosten bereits eingebaute Gewinnanspruch begründet ist aus der Sicht der Opportunitätskosten , also der Rendite der entgangenen Alternative der Geldverwendung.

Auflage, Schäffer-Poeschel, Stuttgart, Albrecht Deyhle, Controller Akademie. Gerhard Radinger, Controller Akademie. Dezember markiert wurde.