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Der Bankensektor schrumpft, kämpft immer noch mit Krisenfolgen, neuen technologischen Entwicklungen und mittlerweile auch mit digitaler Konkurrenz.

Die Geburtenrate der Hispanics und Latinos ist dabei höher als die der restlichen Bevölkerung. Trotz eines schnellen Sieges konnte der Irak nicht befriedet werden. Menschenauflauf vor der Wall Street am Schwarzen Donnerstag.

Fonds-News

Die europäische Antwort von Ratspräsident Tusk lautet:

Die fünf bisherigen Einrichtungen sind nun in zwei gebündelt. Für den Sparer ändert sich nichts — die Höchstgrenze bleibt bei Anleger reagieren auf Pläne des südkoreanischen Konzerns skeptisch.

Alleine seit November erzielten Goldanleger ein Plus von sieben Prozent. Die enttäuschenden Konjunkturdaten aus China sind Experten zufolge eine Ursache. Der an der Wiener Börse notierte Erdöl- und Erdgasdienstleister muss den ersten drei Quartalen einen Gewinneinbruch hinnehmen.

Die Aktion fällt vorbörslich um mehr als sieben Prozent. Die Emission hat eine Laufzeit von zehn Jahren und ist mit 6,25 Prozent verzinst. In Österreich wurden mit Jahresbeginn fünf sektorale Einrichtungen auf zwei zusammengeführt. Die EU-Einlagensicherung ist weiterhin umstritten.

Thesen für Das Jahr werde möglicherweise besser als sein Ruf, meint ein Experte. US-Technologieriesen dominieren die Liste der wertvollsten Unternehmen weltweit. Aktien, Ölpreis und Bitcoin sind heuer tief ins Minus gerutscht. Zinsen gibt es noch immer fast keine. Baukonzern Vinci peilt Hälfte-Übernahme an. Nach einem zarten Erholungsversuch drehten alle europäischen Börsen im Tagesverlauf ins Minus.

Auch die US-Börsen notierten nach der Vortagesrally klar schwächer. Der Wiener Wirtschaftskammerchef will jährlich bis zu drei Mrd. Euro an Investitionskapital mobilisieren. Die Forderung nach einer steuerlichen Absetzbarkeit der Investition in heimische Aktien wird laut. In der Cannabis-Branche herrschte Goldgräberstimmung. Nun ist der anfängliche Hype an der Börse allerdings vorbei. Oslo ist weltweit führend bei Meeresfrüchte-Derivaten und Öl-Dienstleistungen. Euronext hegt seit Längerem den Plan, sich breiter aufzustellen.

Lufthansa-Aktie legt am Freitag deutlich zu. Auffällig oft gerieten dabei Deutschlands Konzerne ins Visier. Und die nur für die "schrecklichen Vereinfacher" umkomplizierte Beziehung zwischen amerikanischem Judentum, Zionismus und Israel wurde zu einem festeren Band, als es je zuvor gewesen war. Kermit Lansner von "Newsweek" schrieb vor kurzem: Ihre Zahl nimmt zwar nicht mehr zu; jeder neunte Jude in Amerika ist über 65 Jahre alt, und wird es jeder sechste sein.

Wer aber sind die "Juden von Amerika"? Entsprechen sie den unter der Oberfläche verbreiteten Vorstellungen vieler Deutscher über fünfundvierzig?

Die anhaltende pathologische Unter-Strömung im deutsch-jüdischen Verhältnis, die eine unbefangene Beschäftigung mit dem jüdischen Leben fast unmöglich macht, hat dazu beigetragen, solche Konstruktionen zu erhalten, statt sie zu überwinden. Das Klischee von den Juden als Herren des Bolschewismus ist zwar erledigt; aber die Klischees von einer jüdischen Supermacht in Amerika, welche die Entscheidungen Washingtons diktiert, leben fort.

Sie sind nicht auf Deutschland beschränkt -- so wenig wie Deutsche die Erfinder des Antisemitismus sondern seine militantesten Exekuteure waren. In Amerika selbst haben sie ihre Anhänger. Sechs Millionen Juden, die Millionen Amerikanern und ihrer Regierung vorschreiben, was sie in einem entscheidenden Bereich internationaler Politik wie dem Nahen Osten zu tun haben? Das ist eine phantastische Perspektive, der ohne Rückblicke nicht beizukommen ist.

Die Juden Amerikas entstammen vier verschiedenen Wellen jüdischer Einwanderer, von denen jede der nächstfolgenden zunächst keine Zuneigung entgegenbrachte. Die Reise der Flüchtlinge war abenteuerlich gewesen. Jacques de la Motthe, Kapitän der Bark "St. Der Empfang in New Amsterdam war jedoch alles andere als herzlich. Peter Stuyvesant, heute allen Zigaretten-Rauchern ein Begriff, damals ein rauhbeiniger, durch eine Beinamputation verkrüppelter Quäker und judenfeindlicher Gouverneur der Kolonie, schrieb nach Amsterdam, dem "betrügerischen Volke" möge nicht gestattet werden, "die neue Kolonie zu vergiften".

Zum Glück für die Ankömmlinge erhielt er aus Holland die Anweisung, die Juden zu behalten und ihnen Niederlassung, aber keine bürgerlichen Rechte zu gewähren. Unter dem Namen Sephardim machten sie und weitere Ankömmlinge ihren mehr oder weniger beschwerlichen Weg.

In New Amsterdam bemühten sie sich, durch Spenden für die Befestigungen gegen die Indianer und durch Beteiligung am Wachdienst bürgerliche Anerkennung zu finden. In den umliegenden britisch -- amerikanischen Kolonien, die sich erst von den Engländern befreiten, zogen sie vielfach von Ort zu Ort.

Im verstockt-religiösen Massachusetts sperrte man sie zeitweise aus. Im freiheitlichen Maryland gab man ihnen Glaubensfreiheit. Einige ihrer schönen Töchter heirateten in die besten alten New Yorker Familien ein, und einzelne Sephardim wurden sogar Mitglieder des exklusiven christlichen "Union Club".

Diesmal kamen die Deutschen. Man nannte sie oft "Achtundvierziger". Die Vereinigten Staaten aber versprachen allen Einwanderern gleiches Recht. Eines Tages wünschte ein Kunde Mr. O'Riley zu sprechen, und eine unerfahrene Verkäuferin antwortete: O'Riley möchten Sie -- Mr. Zugleich aber kamen auch junge, durch die beruflichen Restriktionen Deutschlands vertriebene Männer wie Joseph Seligman aus Baiersdorf bei Nürnberg, Joseph Sachs' Sohn eines armen Sattelmachers aus der Gegend von Würzburg, oder die deutsch-schweizerischen Guggenheims aus dem Kanton Aargau.

Sie erlebten alle widersprüchlichen Gesichter des pluralistischen liberalen Amerikas. Der siebzehnjährige Joseph Seligman, später als "amerikanischer Rothschild" bezeichnet, legte in seinen Hausierer-Tagen in Pennsylvania nie den Stock aus der Hand, mit dem er nicht nur bissige Hunde, sondern auch Kinder abwehrte, die mit dem Ruf "Jude" Christus-Mörder!

Die Geschichte ihres Aufstiegs ist Drama und Romanze zugleich. Aber so ungeheuer ihre finanzielle Stärke in europäischen Augen erscheint, erst der Vergleich mit der Finanzmacht, welche die. In Wahrheit erreichten sie ihn bei weitem nicht -- Typen wie der Stahlgigant Carnegie oder der Öl-Mann Getty, dem kürzlich der Enkel gestohlen wurde, blieben einsame Klasse.

Baker und anderen "wasp" Bankiers. Aber sie wurden nicht eingeladen, Mitglieder zu werden. Die Lehmans und die amerikanischen Warburgs lebten während des Winters in Palm Beach und verkehrten mit christlichen Familien. Doch die Türen des Palm-Beach-Clubs. Kahn besuchte den Club nie und erhielt dafür von christlichen Mitgliedern ein Lob: Er ist niemals erschienen.

Wahrscheinlich erklärt sich aus dieser Situation. In der Autoindustrie galten die Chancen der Juden in den ersten Jahrzehnten unseres Jahrhunderts als gering. Hertz, ein Einwanderer aus dem damaligen Böhmen. Und in der Nixon-Administration besetzte Arthur F. Es gibt jedoch kaum noch Firmen, die ohne nichtjüdische Teilhaber auskommen. Die Schiffs und Seligmans erschraken, als nach die dritte jüdische Einwanderungswelle nach Amerika begann.

Jacob Schiff aber glaubte gute Gründe für sein Erschrecken zu haben. Antisemitische Phänomene hatte es immer gegeben. Nach Finanzkrächen im mittleren Westen aber zeichneten sich Aktionen ab, in denen "Hebräer" und "Israeliten" das Wort Jude wurde erst im Zuge der osteuropäischen Einwanderung gebräuchlich zu "internationalen Finanzhyänen" emporstilisiert wurden.

Die jüdischen Familien, die jetzt aus ihren russischen und polnischen Dörfern und Gettos, mit Kind und Kegel, bärtig und in fremdartigen Gewändern. Schiff verweigerte ihnen nie die finanzielle Hilfe, aber er versuchte. Henry Ford führt einen siebenjährigen Privatkrieg gegen die Juden. Die russisch-polnischen Juden drängten sich, an enges Zusammenleben und religiöse Gemeinsamkeit gewöhnt, in New York zusammen.

Der Strom nahm erst ein Ende. Es war die Zeit, da Henry Ford 1, der Autokönig, einen siebenjährigen antisemitischen Privatkrieg führte und die deutsch-amerikanischen Juden beschul -- digte, die Ostjuden absichtlich herantransportiert zu haben, um Amerika mit dem "auserwählten Volk" zu füllen. Er bot Marshall an, ihm jeden neuen Fordwagen, den er wünsche, zu schenken. Bis dahin hatten rund 2 Immigranten Amerika erreicht und die Zahl der amerikanischen Juden auf mehr als drei Millionen erhöht.

Die meisten waren an ein hartes Leben gewöhnt und mit Energien erfüllt, die unter den russisch-polnischen Berufsrestriktionen niedergehalten worden waren und auf den Augenblick der Befreiung warteten. Die Neuankömmlinge behaupteten ihre religiöse Orthodoxie gegen den Reformjudaismus des eingewanderten Rabbiners Isaac Wise, der zur Anpassung der jüdischen Gottesdienste an amerikanische Sitten Orgelmusik, Sonntagsgottesdienst und Englisch statt Hebräisch erlaubte, aber auch gegen die konservativen Juden.

Auch eroberten sich jüdische Gerichte oder Spezialitäten oft den allgemeinen amerikanischen Markt. Und zumindest in den Städten sind "Bagels", kleine Ringbrote, deren Teig zunächst gekocht und dann gebacken wird, oder "Pastrami", ein saftiger Fleischkäse, feste Begriffe.

Viele Einwanderer kamen wie ihre Nachfahren nicht aus den untersten sozialen Schichten heraus oder blieben Handwerker, Friseure, Bäcker, Taxifahrer. Heute leben rund amerikanische Juden an der Grenze der Armut. Vor allem unter den älteren haben 44 Prozent ein Einkommen unter Dollar.

Empfänger von "Social Security" Sozial-Versicherung könnten schwerlich ohne die Unterstützung durch die Wohlhabenderen existieren. Die Mehrzahl aber war erfolgreich.