MDR-Talkshow "Riverboat": Kachelmann kehrt ins Fernsehen zurück

Der MDR holt Jörg Kachelmann zurück ins Fernsehen. Zusammen mit Kim Fisher übernimmt er die Moderation der Talkshow «Riverboat». Für beide ist es ein Zurück zu neuen alten Zeiten.

Festnahme, Schlagzeilen, Anklage, Prozess. Warum muss das Angebot unwiderstehlich sein? Strumphosen - Wieviele Männer ziehen welche an? Das Angebot war einfach schön. Sie talkte dort schon von bis und ging wieder an Bord.

Jörg Kachelmann kehrt mit Lampenfieber ins Fernsehen zurück

Jörg Kachelmann (60) kehrt als Moderator ins Fernsehen zurück. Zusammen mit Kim Fisher (49) führt er wöchentlich durch die MDR-Talkshow «Riverboat».

Ich wünsche mir, dass es unaufgeregt und echt ist. Ich hoffe, dass ich das gut mache und nicht langweilig bin. Bei Kim habe ich keine Zweifel. Ich hatte diese Pause. Gewisse Basisreflexe gehen noch, aber mein Ziel ist es, dass man möglichst nicht merkt, dass ich zehn Jahre älter geworden bin. Vor der ersten Sendung bin ich erstmal voller Sorgen und Ängste.

Das ist mein jetziger Zustand. Aber ohne diese Routine habe ich es natürlich. Welche Erfolge meinen Sie? Ich habe auch gesagt: Ich war ja auch länger weg zwischendurch, aber in diesen Jahren, in denen ich hier wieder bin, hat man mich immer wieder mal auf die frühere Moderation mit Jörg Kachelmann angesprochen. Man hat uns auch immer wieder gesagt, dass das so eine Art Ur-Einheit gewesen ist.

Aber das verklärt sich natürlich auch mit den Jahren. Man erinnert sich zum Glück nicht an die langweiligen Sendungen, die wir auch gemacht haben. Das ist auch der Druck, der auf mir lastet: Dass es diese Verklärung gibt und man denkt, damals sei es immer lustig gewesen. Aber es war gar nicht der Fall. Diese Sendung ist sehr erfolgreich. Deswegen ist es jetzt ein schwerer Einstiegsmoment für mich.

Jörg hat Fragen gestellt, die mir damals fast unangenehm waren. Aber sie waren so wahnsinnig effektiv in der Antwort. Das hatte ich nie, und das mag ich. Mir hat sehr geholfen, dass Kim kluge, vorbereitete, weise Fragen stellt. Man sieht bei ihr immer in erster Linie die Fröhlichkeit. Es hat auch ein bisschen mit Chauvinismus zu tun, dass man immer denkt, eine Frau die so fröhlich ist, trägt das als Monstranz vor sich her und denkt nicht viel.

Doch, manche Männer denken so. Bei Kim ist das eine ganz falsche Annahme, wie wahrscheinlich in fast allen Fällen, in denen man das annimmt. Sie ist eine gewissenhafte und ausführliche Vorbereiterin. Dadurch hat sie mir auch gezeigt, wie es wieder geht. Das ist wie in der Schule, wenn man nebenan abguckt, wie es die kluge Mitschülerin macht.

In den zehn Jahren vergisst man viel. Ich habe die Mechanismen nicht mehr. Und ich habe natürlich auch das Selbstbewusstsein von damals nicht mehr. Diese Sendung ist sehr erfolgreich. Deswegen ist es jetzt ein schwerer Einstiegsmoment für mich. Ich habe den Umgang mit mir damals als ungerecht empfunden.

Aber es ist natürlich klar, dass sich das jetzt erledigt hat. Den Grund, eine Unzufriedenheit zum Ausdruck zu bringen, gibt es nicht mehr. Im Übrigen finde ich es auch ganz schlimm, wenn Menschen ihre Meinung nie ändern. Und er ist sich sicher: Januar, 22 Uhr, MDR: Moderator Jörg Kachelmann kehrt mit Lampenfieber ins Fernsehen zurück. Jörg Kachelmann kehrt mit Lampenfieber ins Fernsehen zurück. Leserkommentare 4 Kommentar schreiben.

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Ich habe schon längere Zeit nichts mehr zu den durch Sie erwähnten Themen geschrieben, natürlich aus naheliegenden Gründen. Ich stehe zu dem, was ich da geschrieben habe. Ich habe auch nichts gelöscht. Zu dem Zeitpunkt, als ich das geschrieben habe, habe ich das so empfunden. Ich habe den Umgang mit mir damals als ungerecht empfunden. Aber es ist natürlich klar, dass sich das jetzt erledigt hat.

Den Grund, eine Unzufriedenheit zum Ausdruck zu bringen, gibt es nicht mehr. Im Übrigen finde ich es auch ganz schlimm, wenn Menschen ihre Meinung nie ändern. Sie machen wieder Wetter mit ihrer eigenen Firma, aber nicht mehr im Fernsehen. Haben Sie noch weitere Fernsehpläne? Es wird eher so sein, dass ich die Sachen, die ich für Kachelmannwetter mache, auf mehrere Schultern werde verteilen müssen.

Diese Frage kann ich nicht beantworten. Ich könnte Tina Turner sagen oder die Queen. Ich glaube nicht, dass das so wichtig ist. Ich glaube, dass ein Klempner aus Sömmerda für die Zuschauerinnen und Zuschauer auch eine Offenbarung im positiven Sinne sein kann. Ich versuche denen ja vorher immer zu sagen: Es wäre echt viel sympathischer, wenn Du das nicht tätest. Denn wenn ich etwas über Dich erfahre, habe ich viel mehr Lust am nächsten Tag loszugehen und mich dafür weiter zu interessieren.

Ich verstehe aber natürlich, dass man wegen der Promo kommt. Aber ich glaube, die Gäste verstehen sehr schnell, dass ich auch deswegen ein guter Partner bin, weil ich sie davon weghole. Wie lange wollen Sie das Schiff jetzt durch ruhigeres Fahrwasser steuern? Das ist nicht unsere Entscheidung. Es hängt davon ab, wie gut ich das mache.

Kim wird das noch 30 Jahre machen.