Aktien und Fonds: So können Sie massiv Gebühren sparen

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Wenn Sie in Fonds investieren möchten, könnte das Brokerage-Angebot unter finanzen-broker. Hier erfahren Sie, wann sich ein Investment besonders lohnt und wie Sie passende Zertifikate finden. Worauf sollte ich als Einsteiger beim Handel mit Wertpapieren achten und wie kann ich mein Geld so anlegen, dass es sich vermehrt? Man schaut nicht auf die Unternehmen, sondern nur auf die Kurse.

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Das Wichtigste in Kürze. Die besten Festgeldkonten bieten attraktive Zinsen und hohe Sicherheit. Geld, auf das Sie ein bis drei Jahre nicht zugreifen müssen, sollten Sie .

Hinzu kommt im Anschluss noch eine Aufbewahrungsgebühr in ihrem Depot. Typische Kosten von Allerweltsinstituten sind 20 Euro im Jahr. Über zehn Jahre summieren sich die Gesamtkosten also auf stolze Euro. Sie haben schon mal gehört, dass Sie sich den Ausgabeaufschlag sparen und Fonds auch an der Börse kaufen können. Sie beherzigen diesen Rat.

Viele Banker sehen das zwar nicht gern, aber das Wertpapiergeschäft wird dadurch auch bei Ihrer Feld-, Wald- und Wiesenbank sofort deutlich billiger. Kaufen Sie einen Fonds für Euro an der Börse, kostet das zum Beispiel bei der Stadtsparkasse München nur noch 50 Euro, die Börsenspesen von einigen Euro sind allerdings noch nicht mitgerechnet.

Behalten Sie das Wertpapier über zehn Jahre und bezahlen für das Depot jedes Jahr immer noch 20 Euro, beläuft sich die Gesamtrechnung auf Euro plus die möglichen Börsenspesen. Es geht aber noch deutlich preiswerter.

Hinzu käme die Verwahrung im Depot, wäre sie nicht bei zahlreichen Onlinebanken ohnehin kostenlos. Für zehn Jahre Lagerung kommt also nichts hinzu.

Sie erinnern sich, wir sind bei Euro Gesamtkosten über zehn Jahre gestartet und inzwischen bei 5,90 Euro angekommen. Wenn Sie klug handeln, dann gehen über zehn Jahre statt fast zehn Prozent ihrer Anlage nur gut 0,1 Prozent drauf. Das war ein schönes klares Sparbeispiel für eine einmalige Anlage. Die meisten Anleger aber kaufen jedes Jahr mehrfach Wertpapiere. Sie kaufen womöglich aktiv gemanagte Fonds, Indexfonds ETFs und Aktien mit unterschiedlichen Anlagebeträgen - oder machen es sich einfach und richten gleich einen Sparplan ein.

Auch dann sind der Kauf der Wertpapiere und die Lagerung nicht komplizierter als der Onlinekauf eines Flugtickets. Wer nämlich statt für Euro fünfmal für nur Euro Fonds kauft, muss selbst bei der reinen Onlinebank in dem Beispiel 29,50 Euro bezahlen. Investieren Sie statt fünfmal Euro im Jahr fünfmal Hinzu kommen jeweils die bereits erwähnten Börsenspesen. Die können bei jedem Kauf einige Euro ausmachen.

Bei vielen Onlinebanken können Sie durch sogenannten Direkthandel die Börsengebühren vermeiden. Es kann aber sein, dass Sie stattdessen die Wertpapiere etwas teurer bezahlen müssen. Sie sollten die Angebote zur gleichen Tageszeit vergleichen.

Einige Onlinebanken kompensieren diese Spesen zum Teil sogar durch geringere Orderkosten. Wenn Sie Aktien kaufen, deren Kurse stark schwanken, können Sie einen Preis festlegen, den Sie höchstens zu zahlen bereit sind.

Das kann dazu führen, dass ihr Kauf in mehrere Tranchen zerlegt wird - mit der Folge höherer Kosten. Sie verringern dieses Risiko, wenn Sie kaufen, während die elektronische Xetra-Börse in Frankfurt geöffnet ist, also montags bis freitags von 9 Uhr bis Eines ist in jedem Fall ganz einfach: Sie eröffnen ein neues kostenloses Depotkonto bei Ihrer neuen Bank. Seit einem Urteil des Bundesgerichtshofes aus dem Jahr muss dieser Depotwechsel immer kostenlos erfolgen Aktenzeichen: Der Verbraucher-Ratgeber ist gemeinnützig.

Tenhagen hat zuvor als Chefredakteur 15 Jahre lang die Zeitschrift "Finanztest" geführt. Doch man kann meiner Generation keinen Vorwurf machen. In vielen Familien gelten Aktien als Teufelszeug. Die meisten Eltern haben schlechte Erfahrungen mit der Börse gemacht, klammern sich deshalb an ihr Erspartes und horten es auf Sparbüchern und Tagesgeldkonten, die nur kümmerliche Renditen abwerfen. Unsere Eltern, aber auch wir Millennials können besser sparen: Wenn es dagegen um eine zusätzliche Geldanlage im Wert von mehreren Zehntausend Euro geht, verlassen sich viele einfach auf den Bankberater - oder sie machen gar nichts.

Viel besser wäre es, das Thema selbst in die Hand zu nehmen und von Anfang an konsequent auf Aktien zu setzen. Ein Beispiel , das das Verbraucherportal Finanztip berechnet hat: Wer im Jahr jeden Monat Euro in einen breit diversifizierten Weltaktiensparplan gesteckt hätte, hätte sich fünfzehn Jahre später über Die Börse erwirtschaftete also rund Und noch ein simples Rechenbeispiel: Sofern er das Geld nicht zwischendurch ausgibt.

Eine berechtigte Frage ist natürlich, warum man an diese Prognose glauben sollte, denn die Entwicklung an der Börse ist ungewiss. Doch es gibt einen ganz simplen Grund, warum Aktien langfristig auch in Zukunft steigen werden: Die Weltwirtschaft wächst seit Jahrhunderten, und das wird auch in Zukunft so sein.

Und wenn die Wirtschaft wächst, steigen auch die Gewinne der Unternehmen und damit die Aktienkurse. Mega-Trends wie Digitalisierung, Mobilität und künstliche Intelligenz werden in den nächsten Jahrzehnten unser Leben verändern. Revolutionäre Produkte werden auf den Markt kommen, die wir uns noch gar nicht vorstellen können. All diese Produkte und Technologien werden für globales Wirtschaftswachstum sorgen. Die Menschheit kann gar nicht anders, als sich ökonomisch weiterzuentwickeln. Nur Krisen, die die gesamte Zivilisation bedrohen würden wie ein atomarer Weltkrieg oder der Ausbruch einer Seuche, sprechen gegen diese Entwicklung.

Das kann natürlich passieren, dann wäre das angelegte Geld in Aktien wahrscheinlich futsch. Aber wenn wir ernsthaft von solch einem Szenario ausgehen würden, könnten wir auch gleich aufhören zu arbeiten. Natürlich schwanken Aktienkurse kurzfristig sehr stark - und das wird auch so bleiben. Die Weltbörsen können bei einem Crash auch mal um 30, 40, sogar 50 Prozent einbrechen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine nächste Finanzkrise kommt, ist nicht gering.

Wir haben genug Zeit, solche Krisen auszusitzen. Wir investieren Geld, dass wir vielleicht erst in 10, 15 oder 20 Jahren benötigen werden. Und wenn die dicke Krise kommt, warten wir einfach bis sie vorüber ist und schauen am besten erst gar nichts ins Depot. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Aktien zu besitzen, ist ziemlich langweilig.

Die einfache Antwort lautet: Es ist immer die richtige Zeit, in Aktien investiert zu sein. Als ich meinen ersten Dax-Aktienfonds kaufte, war die Situation ähnlich.

Da durchbrach der Dax das erste Mal in seiner Geschichte die Marke von Zwei Jahre später steht der Dax bei rund Niemand kennt den richtigen Einstieg- oder Ausstiegszeitpunkt.

Wer glaubt, kurzfristig den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, kann genauso gut sein Geld in einer Spielothek verzocken. Wichtig ist es, langfristig dabei zu bleiben, dann ist in der Vergangenheit immer eine ordentliche Rendite dabei herausgekommen. Doch viele meiner Freunde reichen all diese Argumente nicht.

Ihr Totschlagargument lautet dann: Das will ich nicht. Ja, zugegeben, da ist was dran. Aber wenn wir das Geld einfach auf dem Sparbuch liegen lassen, dann benutzt eben die Bank das Geld für ihre Geschäfte und steckt es in vielleicht noch bösere Unternehmen.

Dann doch lieber selbst entscheiden, was mit unserem Geld passiert und die höhere Rendite einfahren. Und mit dieser Rendite kann man ja auch etwas Gutes tun, zum Beispiel einen Teil spenden oder für nachhaltige Produkte ausgeben.